Hamburg Towers verlieren gegen Tabellenführer Telekom Baskets Bonn
Wilhelmsburg. Die Veolia Towers Hamburg unterliegen (72:101) gegen die Telekom Baskets Bonn, die damit weiterhin ungeschlagen die Tabelle anführen. Trotz des deutlichen Ergebnisses honorierten 3.400 Fans in der ausverkauften Arena in Wilhelmsburg die Moral. Auch wenn die Hauptakteure auf dem Parkett nur noch bedingt Erinnerungen an die drei Begegnungen aus dem vergangenen Mai hervorriefen, brachten die Veolia Towers Hamburg und Telekom Baskets Bonn von Beginn an eine an die vergangenen Playoffs erinnernde Atmosphäre in die edel-optics.de Arena.
Die Intensität wurde dem erwarteten Topspiel ebenso gerecht wie die Lautstärke von den Rängen. Zwei Drives von Co-Kapitän Lukas Meisner heizten die Stimmung ebenso weiter auf, wie der nach dem Ball über das Parkett hechtende Kendale McCullum. Doch auch die Gäste aus dem Rheinland fanden schnell zu ihrem Spiel. Ex-Tower TJ Shorts fiel zunächst vor allem als Lenker auf, erzielte mit seinem zweiten Treffer dann den kurzzeitigen zweistelligen Vorsprung für sein Team. Doch noch vor dem Ende des ersten Viertels haben Ziga Samar und Jonas Wohlfarth-Bottermann von der Freiwurflinie wieder verkürzt.
Der Center eröffnete dann auch mit einem Ballgewinn und anschließendem Dunk sowie zwei weiteren Zählern den zweiten Abschnitt. Mit einem And-One verkürzte Marvin Clark II den Rückstand weiter. Doch nach dem starken Beginn genügten den Baskets lediglich zwei Minuten, um mit einem 11:0-Lauf wieder zu enteilen. Mittlerweile hatte Shorts die volle Kontrolle übernommen. Gleiches galt im Anschluss für das gesamte Bonner Team. Die Iisalo-Truppe fand eine nahezu an Perfektion grenzende Balance zwischen Inside- und Outside-Spiel.
Bei den Towers dagegen fehlte vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Linie die Gefahr. Lediglich 20 Prozent (2/10) der Versuche fanden bis zur Pause ins Ziel. So wuchs die Hypothek zwischenzeitlich auf 19 Punkte. In Korbnähe – auch wenn Bonn das Rebound-Duell deutlich dominierte – war das Gefahrenpotenzial größer. Erfolgreiche Abschlüsse von Seth Hinrichs und McCullum verkürzten den Rückstand zur Halbzeit auf 15 Zähler.
Während der Halbzeitpause schien sich die anfängliche Postseason-Atmosphäre deutlich abgekühlt zu haben. Zwar mühten sich die Veolia Towers nach Kräften, einen Anschluss wieder herzustellen. Doch die Bonner Baskets behielten die volle Kontrolle. Was auch immer die Hanseaten versuchten – Zug zum Korb, Wurf aus der Distanz – der Korb schien wie vernagelt. Kapitän Seth Hinrichs beendete eine 4:20 Minuten andauernde offensive Durststrecke.
In den letzten 3:11 Minuten erhielt dann Youngster Leif Möller noch einmal die Möglichkeit, gegen den auch weiter ungeschlagenen Tabellenführer Erfahrungen zu sammeln.