Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz gewinnt Bronze bei Deutscher Meisterschaft
Bremen/Buchholz. Die letzte Startnummer im Finale der besten Latein-Formationteams hat am späten Samstagabend dem Buchholzer Blau-Weiss-Team bei den Deutschen Meisterschaften in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen in der Bremer Stadthalle nicht das notwendige Quäntchen Glück gebracht. Mit 30,5 Punkten mussten die acht Buchholzer Paare und ihre Trainerin Franziska Becker ihre Hoffnungen auf die Silbermedaille begraben. Alter und neuer Meister wurde mit einem großen Abstand abermals und wenig überraschend das Team des Grün-Gold Clubs Bremen mit 34,6 Punkten vor den acht Paaren des WM-Dritten von der TSG Bremerhaven. Vierte wurden überraschend die acht Paare des Bundesliga-Aufsteigers TSG Bietigheim, die im Finale den Top Teams auf respektable 28,1 Punkte kamen.
Knapp das Finale verpasste das 1. Latin Team Kiel auf Platz fünf, sowie die Formation des TSC Schwarz-Gelb Aachen auf Rang sechs. Überraschend bereits nach der Vorrunde ausgeschieden waren die acht Paare des TSC Residenz Ludwigsburg, die im März dieses Jahres noch gemeinsam mit Blau-Weiss im großen Finale tanzte, sowie Aufsteiger FG Rhein-Main. Spannend war der Wettkampf der besten deutschen Teams, denn alle Teams boten ansprechende Leistungen, wenngleich sich der Schwierigkeitsgrad der ersten drei Teams noch einmal deutlich vom Rest des Feldes absetzt und damit auch die Leistungsfähigkeit.
Blau-Weiss Buchholz war mit klarer Marschroute angetreten. Die Silbermedaille sollte es werden - und das wäre auch möglich gewesen, denn die neue Choreographie „Made to Love“ kam gut an bei den zwölf Wertungsrichtern sowie den knapp 3000 Zuschauern in der Bremer Stadthalle. Die junge Buchholzer Formation, die im vergangenen Jahr komplett neu zusammengestellt worden war, begeisterte zwar mit großer Energie und Leidenschaft, kam im entscheidenden Finale aber nicht fehlerfrei durch das anspruchsvolle Programm.
Die Teams vom Gastgeber Grün-Gold-Club Bremen Bremen (Einstudierung „Emozioni“) und von der TSG Bremerhaven (Choreographie „Time Machine“) tanzten ebenso energetisch, aber ebenfalls mit kleinen Patzern. „Das reicht aber nicht, um hier heute was zu drehen. Wir waren auf Augenhöhe aber das war nicht genug, um an den beiden Spitzenteams vorbeizukommen“, sagte die Buchholzer Trainerin Franziska Becker. „Wir hatten das im Vorfeld sehr treffend analysiert, und es bestätigte sich, dass wir im Grunde gegen uns selbst kämpfen, ob wir das Ding hier auf die Fläche bringen oder nicht. Im Training hatten wir eine sehr gute Stabilität, aber im Turnier waren einfach zu viele individuelle Patzer drin, das ist dann eben so im Sport. Trotzdem haben meine sehr motivierten Paare gezeigt, dass mit ihnen ganz vorne weiter zu rechnen ist. Und darauf können wir aufbauen für die bevorstehende Bundesliga-Saison.“
Das Buchholzer Team hat mit der neuen Choreographie die Lücke zu den beiden vorderen Teams im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter schließen können und ist jetzt wieder ein klarer Angreifer auf den angestrebten zweiten Platz. Der Umstand, dass die Formations-Weltmeisterschaft in diesem Jahr vorverlegt worden war, hat natürlich dazu geführt, dass die beiden vorderen Bremer Teams bereits ein großes Turnier hinter sich gebracht hatten.
„Wir mussten natürlich mit der neuen Choreographie erstmal an die nötige Stabilität rankommen“, so Franziska Becker. „Positiv ist jetzt, dass es in Bremen nicht um die direkte WM-Qualifikation ging. Die steht im nächsten Jahr an - beginnend mit der Bundesliga-Saison. Da müssen wir parat stehen – das ist alles möglich, wenn wir unsere einstudierte Choreographie dann auch im Turnierfinale möglichst fehlerfrei zeigen.“
Zu den Standard-Titelkämpfen: Mit einer überzeugenden Leistung über alle Runden haben die acht Paare des Braunschweiger TSC ihren Titel bei der Deutschen Meisterschaft der Standard-Formationen in Bremen verteidigt. Vier Wochen zuvor hatte Braunschweig mit seiner Choreografie „Dancing on the ceiling“ bereits den Weltmeistertitel gewonnen. Auch der alte und neue Vizemeister, das Tanzsportteam des ASC Göttingen, hat in diesem Jahr schon einen internationalen Titel gewonnen. Das Europameister-Team präsentierte sich souverän und tanzte sich mit „Happy together“ den zweiten Platz. Mit deutlichem Abstand folgten die beiden weiteren Finalisten. Dritte wurde das Team Rot-Gold-Casino Nürnberg, das sein Thema „Power, Emotion, Energy, Passion“ gekonnt in Bewegung umsetzte. Das Finale komplettierte der 1. TC Ludwigsburg mit einem „Remake“ seiner Erfolgschoreografie „Barcelona“ aus dem 2007, wobei die Damen mit ihren extravaganten Hosenkleidern noch einen zusätzlichen optischen Akzent setzten.
Die Formations-Bundesliga-Saison in den lateinamerikanischen Tänzen mit insgesamt fünf Turnieren beginnt mit dem Heimwettkampf am Wochenende 14. und 15. Januar in der Buchholzer Nordheidehalle sowie für alle weiteren norddeutschen Ligen mit den Nachwuchsteams. Karten für die 1. Bundesliga am 14. Januar gibt es im Vorverkauf über den Online-Anbieter Ticket IO. Informationen und den Ticketlink gibt es auf der Webseite von Blau-Weiss Buchholz unter www.blau-weiss-buchholz.de