Harburg-Huus startet neues Kunstprojekt
Harburg. Erst vor wenigen Tagen gab es für das Harburg-Huus, die DRK-Obdachlosenunterkunft am Außenmühlenweg, den 3. Platz beim Harburger Nachhaltigkeitspreis (besser-im-blick berichtete: 9. Harburger Nachhaltigkeitspreis: Projekt Das Nanopflaster siegte). Jetzt steht fest, wofür das DRK-Team das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro einsetzt: Mit der Summe wird das neue Kunstprojekt „MalZeit“ initiiert, das Ines Laqua und der Harburger Künstler Ralf Schwinge mit den obdachlosen Gästen einmal wöchentlich umsetzen.
„Dank der Förderung der Otto-Stiftung konnten wir bereits ein Jahr lang ein Kunstprojekt für unsere Gäste realisieren, bei dem sie sich auf individuelle und kreative Weise mit Materialien und Künstlern auseinandergesetzt haben“, erklärt Einrichtungsleiter Thorben Goebel-Hansen. „Die positiven Erfahrungen, die unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei machen konnten, zeigen uns, wie wichtig solche Angebote sind. Sie stärken die Persönlichkeit unserer Gäste und regen den Austausch untereinander an.“
Unter dem Titel „MalZeit“ soll deshalb ab Januar ein neues Kunst-Angebot im Harburg-Huus realisiert werden. Für die Begleitung gewann das DRK-Team Ines Laqua und den Harburger Künstler Ralf Schwinge. Beide haben erst vor kurzem die Obdachlosenunterkunft unterstützt und 500 Euro sowie zwei Gemälde gespendet (besser-im-blick berichtete: 500 Euro und zwei Gemälde für das Harburg-Huus).
Die künstlerische Idee des Duos für „MalZeit“ dreht sich um die markante Optik des Harburg-Huus: Mit Farbpulver aus zermahlenen Backsteinen soll 2022 ein Wandgemälde für den Innenraum entstehen sowie kleinere Werke, geschaffen von den Gästen selbst.
Ralf Schwinge betont: „Das Harburg-Huus ist inzwischen eine feste Institution im Bezirk und im Stadtteil verankert. Es ist ein Ort, an dem wir uns einbringen können, an dem wir gemeinsam aktiv werden und mit den Gästen kreative Ideen Wirklichkeit werden lassen.“
Für das Projekt werden weitere Spenden gerne angenommen, wie Dr. Simone Thiede, zuständig für das Fundraising beim DRK, erklärt: „Unser Haus erhält keine staatliche Unterstützung, deshalb sind Extras wie ein Kunstkurs ohne finanzielle Hilfe für uns langfristig nicht denkbar.“