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Harburger Vogelschießen: Gilde findet keinen neuen König – Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

| Niels Kreller | Life
Die Fahnenjunker marschieren an der Spitze des Zuges in die Lämmertwiete ein. | Foto: Niels Kreller
Die Fahnenjunker marschieren an der Spitze des Zuges in die Lämmertwiete ein. | Foto: Niels Kreller
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Harburg. Das Harburger Vogelschießen ist vorüber – und man hat gemerkt: Die große 500-Jahr-Feier 2028 zeigt schon jetzt Auswirkungen. Denn die Gildeschützen haben in diesem Jahr keinen neuen König gefunden. Niemand wollte am Sonntagnachmittag auf den goldenen Flügel oder den Rumpf des Vogels schießen, die beidem Teile, auf die ein Schütze König werden kann.

Da es keinen neuen Gildekönig gibt, versenken die beiden Schaffer Jörg Geffke (links) und Frank Stadtler die Kette im Kettenkasten, ohne sie einem neuen König anzulegen. | Foto: Dirk Ammer

Vier Jahre vor dem großen Jubiläum ist dies zwar schade, aber kein Drama, findet Ingo Mönke, 1. Patron der Harburger Schützengilde von 1528. e.V. „Wir haben viele, die 2027 König werden wollen“, sagt Mönke, nachdem um 18 Uhr am Sonntag das Schießen ohne Anwärter eingestellt wurde. „Allerdings warten die auf das Vogelschießen 2027, wenn der Jubiläumskönig ausgeschossen wird.“

Großer Andrang erwartet beim Jubiläumskönig

Rumpf und Goldener Flügel, die beiden "Königsteile", blieben am Sonntag beim Harburger Vogelschießen hängen. | Foto: Lenthe-MedienDann, so sind sich Ingo Mönke und die Gildeschützen sicher, werden so viele im Stand stehen und auf den Rumpf schießen, wie sich noch kein lebender Schütze erinnern kann. „Und auch in den Folgejahren wird es kein Problem werden, einen König zu finden. Denn dann erwarten wir die Schützen, die sich für 2027 zurückgehalten haben und nicht Jubiläumskönig wurden“, so Mönke. Die Existenz der Gilde, so ist er sich sicher, hängt auch nicht davon ab, ob es einen König gibt. „Fast 500 Jahre Tradition sind für sich schon ein festes Fundament.“ Außerdem habe es schon andere Zeiten gegeben, in denen die Gilde keinen König gehabt hätte – zum Beispiel in Kriegszeiten.

Denn jetzt und 2027 Gildekönig werden, das geht nicht. Denn nach den Statuten der Gilde sollte ein König erst frühestens fünf Jahren wieder in den Stand gehen und auf den Rumpf schießen. Wer also in diesem Jahr König geworden wäre, kann nicht Jubiläumskönig werden.

 

 

 

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Montagskönig übernimmt die Repräsentation der Harburger Schützengilde

Er kann die Harburger Schützengilde vertreten: Montagskönig Yusuf Yasar (Mitte) mit seinem Vorgänger Bendix Mönke (links) und Fahnenjunker Alexander Schmidt. | Foto: Niels Kreller

Im Gegensatz zu anderen Vereinen hat die Gilde am Sonntag auch nicht ihren Vogel „beerdigt“, wie es sonst üblich ist. „Wir werden Rumpf und goldenen Flügel hängen lassen“, so Ingo Mönke. „Als Mahnung. Vielleicht werden wir ihn auch in Epoxidharz eingießen und konservieren.“

Außerdem: Die Gilde geht nicht „kopflos“ ins kommende Jahr. Sie kann durch ihren Montagskönig Yusuf Yasar vertreten werden. Der Fahnenjunker hatte am Sonntagmorgen den Rumpf des Montagsvogels heruntergeholt. Der Montagskönig ist der Stellvertreter des Gildekönigs, sozusagen der Vizekönig. Auch der aktuelle Fahnenjunkerkönig Pascal Geffke kann die Vertretung übernehmen.

Schützentag am Sonnabend gut angenommen

Ausmarsch aus dem Harburger Rathaus am Schützentag. | Foto: Niels Kreller

Vorangegangen waren drei Tage munteres Harburger Vogelschießen. Im Mittelpunkt stand dabei der neue Schützentag und die Verabschiedung des amtierenden Gildekönigs Ulf Schröder am Sonnabend. Dort gab es endlich wieder den Ausmarsch aus dem Harburger Rathaus, der seit Corona nicht mehr stattgefunden hatte. Anschließend zogen rund 200 Schützen aus vielen befreundeten Vereinen und Musiker durch die Harburger Innenstand. Auf halber Strecke gab es eine weitere Neuerung: In der Lämmertwiete machte der Zug Pause bei der Panthera Bar bei Oliver "Olli" Klühn. Dichtes Gedränge herrschte in der kleinen historischen Straße, als der Marschzug mit den vielen Fahnen hier einzog und dabei ein tolles Bild abgab. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieser Stopp dem Ausmarsch noch einmal das gewisse Etwas gegeben hat.

Danach ging es in die Königsburg von Ulf Schröder vor der Kirche St. Maria am Museumsplatz und von dort aus zum feierlichen Zapfenstreich vor dem Rathaus. Dort wurde Ulf Schröder dann zu den Klängen der Musik des Spielmannszuges der Turnerschaft Harburg und dem Blasorchester Seevetal feierlich verabschiedet.

Außer dem Umstand eines fehlenden Königs wird sich die Gilde mit der Deputation (Vorstand) an der Spitze nun auch damit beschäftigen, an welchen Stellschrauben des Schützentages noch gedreht werden muss. Nach dem Erfolg in diesem Jahr wird sich der Schützentag selbst aber sicherlich als fester Bestandteil des Harburger Vogelschießens etablieren.

 

Ulf Schröder wurde am Sonnabend mit einem feierlichen Großen Zapfenstreich vor dem Harburger Rathaus als Gildekönig verabschiedet. | Foto: NIels Kreller

 

Auch das ein Novum: Nico Ehlers, Chef der Schützenkompagnie, hatte beim Auswamrsch seinen Dackel Josef mit dabei. | Foto: ein

 

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