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Neues Off-Kultur-Projekt: Beleuchtetes Wortspiel im ehemaligen Karstadtgebäude Harburg

| Niels Kreller | Life
Die beiden Künstler Claudia Kulenkampff und Flo Tampe von Inter Urban vor dem Karstadtgebäude. | Foto: Niels Kreller
Die beiden Künstler Claudia Kulenkampff und Flo Tampe von Inter Urban vor dem Karstadtgebäude. | Foto: Niels Kreller

Harburg. In der obersten Fensterreihe des leerstehenden Karstadtgebäudes in Harburg erstrahlt ab heute Abend eine neue Kunstinstallation, die nicht nur visuell beeindruckt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Gruppe Inter Urban hat zusammen mit dem Verein Elbdeich e.V. aus Moorburg ein beleuchtetes Wortspiel installiert, das in den Abend- und Nachtstunden sichtbar wird. Die Auftaktveranstaltung findet am Mittwoch, den 22. Januar 2025, ab 19:00 Uhr statt.

Die beleuchteten Sätze variieren und nehmen wortspielerisch Bezug auf aktuelle Diskussionen über die Stadt und ihre Entwicklung. Mit Aussagen wie „Wer ist die Stadt?“ sollen die Passanten eingeladen werden, über die Identität und Zukunft des urbanen Raums nachzudenken. Die Botschaften sind bewusst so gestaltet, dass sie unterschiedliche Interpretationen zulassen und Gespräche anstoßen.

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Nachhaltigkeit im Fokus

Für den Bau der beleuchteten Buchstaben wurde recyceltes Material verwendet. Die Künstlerinnen und Künstler nutzten alte Werbeschilder aus der Schauwerbeabteilung des ehemaligen Karstadtgebäudes, um die Installation zu realisieren. Dieses Vorgehen unterstreicht das Engagement für nachhaltige und ressourcenschonende Kunstprojekte.

Unterstützt durch lokale Partner

Das Projekt wird durch den Bezirk Harburg, Lokale Partnerschaften und das Programm RISE gefördert. Diese Unterstützung ermöglicht es, Kunst im öffentlichen Raum zugänglich zu machen und zugleich wichtige Themen der Stadtentwicklung zu thematisieren.

Inter Urban: Kunst für die Stadt und ihre Menschen

Die Gruppe Interurban bespielt Orte in Harburg mit künstlerischen Medien, um Themen der Stadtentwicklung zu erforschen. Dabei wird bewusst ein Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht. Ziel ist es, Räume und Gebäude mit Interpretationsspielraum zu schaffen und auf diese Weise neue Perspektiven zu eröffnen. Ein Beispiel dafür ist die frühere Installation im alten Toilettenhäuschen am Fuße des Schwarzenbergs an der B73.

„In diesem Fall interessiert uns aus aktuellem Anlass das leerstehende ehemalige Karstadtgebäude“, sagen die beiden Künstler Claudia Kulenkampff und Flo Tampe. Sie sehen ihre Kunst als Form der „Off-Kultur“. „Das spannende ist hier im Gebäude, dass es bald die Hochkultur des Museums im Erdgeschoss und die Off-Kultur im oberen Stockwerk gibt.“ Dabei geht es den beiden nach eigenem Bekunden ga rnicht um die Frage, wem die Stadt gehört, sondern vielmehr darum, wer sie gestaltet. „Wir wollen versuchen die Menschen anzuregen, selbst die Stadt zu gestalten.“

 

 

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