Schlagzeug-Legende Curt Cress begeisterte seine Fans in der Burg Seevetal in Hittfeld
Seevetal-Hittfeld. Unzählige berühmte Sänger und Bands hat Curt Cress (73) in seinem Leben mit dem Schlagzeug begleitet. Am vergangenen Mittwochabend stand die Schlagzeug-Legende Cress zusammen mit seinem Schulfreund und Drum-Tuner Werner Fromm, Chris Weller am Keyboard und Wolfgang Schmid an der Bassgitarre in der Hittfelder Burg Seevetal auf der Bühne.
Über seinen Werdegang als Schlagzeuger hat Cress seinen Zughörern eine Menge erzählt. Er beantwortete auch Fragen und zeigte auf einer großen Leinwand viele Videos seiner Konzerte wie zum Beispiel mit Freddy Mercury, Falco und spielte live auf seinem Schlagzeug die prägendsten Grooves und präsentierte die verrücktesten Stories. Der „Drumtalk“ war ein Live-Behind-The-Scenes mit realen Musikgeschichten aus den 1960er, 1970er, 1980er und 1990er-Jahren.
Schon mit Anfang 20 avanciert Curt Cress zu einem der gefragtesten Studio-Schlagzeuger weltweit. Curt war der Drummer von und für Freddie Mercury, Meat Loaf, Peter Maffay, Rio Reiser, Rick Springfield, Scorpions, Spliff, Falco, BAP, Alphaville, Udo Jürgens, Peter Schilling, Münchener Freiheit, Milli Vanilli, Nena, Udo Lindenberg und unzähligen weiteren Künstlern.
Als Musiker wurde er 15-mal als „Drummer des Jahres“ ausgezeichnet, bekam etliche Goldene Schallplatten, hat unfassbare 12.000 Aufnahmen auf mehr als 400 Millionen verkauften Tonträgern eingespielt.
Nach seiner aktiven Zeit als Schlagzeuger begann eine nicht minder erfolgreiche Laufbahn hinter den Kulissen des Show-Zirkus. Curt Cress gründete die Pilot Tonstudios, als Produzent wurde er nicht nur mit Uwe Ochsenknecht erfolgreich, sondern auch mit Falco, Nina Hagen, Nena, Udo Lindenberg und dem Royal Philharmonic Orchestra in London. Und er komponiert erfolgreich Musik für Filme, Fernsehserien (Tatort, etc.), Shows (Wetten das….?, etc.) und Werbespots (Bacardi, Southern Comfort, etc.). Sein Talent und seine Vielseitigkeit haben ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht, darunter den „Echo“ und den „German Jazz Award“. Und sein Einfluss in der deutschen Musikszene dauert an – als Mentor für junge Schlagzeuger*innen, Musikverleger, Produzent, Plattenfirmen-Betreiber und Fernseh- und Filmkomponist.
Nach seinem Auftritt in der Burg Seevetal nahm Curt Cress sich Zeit für Gespräche mit seinen Fans und gab Autogramme und zeigte selbst großes Interesse, zu einem späteren Zeit abermals in Hittfeld auf der Bühne stehen zu dürfen.
