Mit einer ruhigen Silvesternacht wurde das neue Jahr begrüßt – trotz einiger Einsätze
Harburg. Der große Knall blieb aus: Es war die wohl ruhigste Silvesternacht, an die sich die Menschen erinnern konnten. Deutlich weniger Feuerwerk im Vergleich zu den Vorjahren – das Verkaufsverbot und gerade in Hamburg das Böllerverbot zeigten Wirkung. Das konnten die Harburger*innen ebenso an der deutlich frischeren Luft merken, die nicht wie sonst in der Silvesternacht mit dem scharfen Pulverrauch verunreinigt war, wie auch daran, dass in diesem Jahr auf den Straßen der ganze Feuerwerksmüll fehlte.
Die Polizei war in der Silvesternacht mit einem Großaufgebot in der gesamten Hansestadt unterwegs, um die Böllerei möglichst zu unterbinden. Das schaffte sie aber nicht überall.
Denn es gab auch diejenigen, die nicht aufs Böllern und Raketen
abschießen verzichten wollten und wohl noch einige Restbestände im Keller liegen hatten. Lange Zeit blieb es ruhig, aber am späteren Silvesterabend musste die Feuerwehr in der Cuxhavener Straße anrücken. Dort war eine Rakete ins Dach eingeschlagen und hatte zwei Dachpfannen zerstört. Die Feuerwehr schaute nach, entdeckte aber keinen Hitzeherd, so dass sie wieder abrücken konnte.
Im Jochenhofwinkel in Hausbruch entdeckte die Polizei gleich ein ganzes Waffen- und Böllerlager in einer Privatwohnung.
Ein Waffennarr hatte von einem Balkon mit einer Waffe geschossen. Als die Bereitschaftspolizei daraufhin die Wohnung des schießwütigen Zeitgenossen durchsuchte, fand sie diverse Kurz- und Langwaffen sowie illegale „Polenböller“. Die Beamten stellten alles sicher und der Mann darf sich nun auf einen bunten Strauß Strafverfahren freuen.
Im gesamten Bezirk gab es den ein oder anderen Hot Spot und auch von etlichen Balkonen wurde mit Schreckschusswaffen geschossen. Auch ein paar Brände wie im Keller oder auch Müllcontainer musste die Feuerwehr löschen.
In Harburg gab es den ersten Brand schon um 19:30 Uhr mit einem Feuer in der Hoppenstedtstraße.
Kurz vor Mitternacht musste die Feuerwehr dann in der Barlachstraße anrücken. Eine halbe Stunde nach Jahreswechsel brannte es in einem Keller in der Bremer Straße. Dort war ein Böller durch einen Rost gefallen. Souverän löschte die Freiwillige Feuerwehr Eißendorf dann gegen 1:20 Uhr zwei brennende Mülltonnen am S-Bahnhof Heimfeld.
Schon kurz nach Mitternacht aber war fast alles auch schon wieder vorbei. Auch wenn sich bei weitem nicht alle an das Böllverbot hielten, war es insgesamt für die Einsatzkräfte eine ruhige Silvesternacht.