Pflanzaktion für das "Wilde Wäldchen" im Binnenhafen
Binnenhafen. Sie kämpfen für den Erhalt des letzten naturnahen Bereichs im Harburger Binnenhafen: Die Anwohnerinitiative für das „Wilde Wäldchen“ möchte das kleine Waldstück an Kanalplatz zwischen Fischhalle, Lotsekanal und Kulturwerkstatt erhalten. Denn das kleine Gebiet ist als Baugrund ausgewiesen. „Aber schon jetzt ist das "Wäldchen" ein interessanter und wilder Spielort für Kinder“, so die Initiative.
Aber nicht nur den reinen Erhalt wollen die Anwohner erreichen. Zusammen mit dem Planungsbüro Joachim Möller ist ein ganzes Zukunftskonzept für dieses kleine Stück Natur entstanden. So liegt unter dem Wäldchen ein alter Röhrenbunker aus dem 2. Weltkrieg. Den möchte die Initiative als Fledermausquartier nutzen.
Auch eine kleine, offene Museumswerft in Kooperation mit dem benachbarten Museumshafen soll entstehen. Die Maretschule hat schon Interesse daran gezeigt, dort dann ein „Schulschiffprojekt“ für Schüler aller Altersklassen zu entwickeln. Und die Promenade kann für Feste genutzt werden.
Am vergangenen Donnerstag unternahm die Initiative einen weiteren Schritt: In Obstkisten rund um das „Wilde Wäldchen“ hat sie Hochbeete angelegt. Mit Hilfe von Sponsoren wurden die fünf Obstkisten, gespendet vom Obsthof Manfred Brand, jeweils mit Folie ausgelegt und mit fünf Kubikmetern Erde gefüllt, die von der Gartenbaufirma Strube & Kaden kamen. Für einen festen Stand sorgen die Unterlegplatten von J. & H. Burmeister.
Nach rund zweieinhalb Stunden und zum Glück bei tollem Wetter war das Werk getan und die fünf Hochbeet stehen dort, wo sie hinsollen. Nun werden sie nach Beratung mit der NABU Arbeitsgruppe Süd naturnah und insektenfreundlich bepflanzt.