CDU: Einbruchszahlen in Harburg steigen – Aufklärungsquote alarmierend niedrig
Harburg. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Harburg nähert sich wieder dem Niveau der Vor-Corona-Zeit an – doch die Aufklärungsquote bleibt erschreckend niedrig, sagt André Trepoll, Kreisvorsitzender der CDU Harburg und Direktkandidat für die Hamburgische Bürgerschaft in Süderelbe. Laut aktuellen Zahlen seien zwischen Januar und Ende September 2024 258 Einbrüche im Bezirk registriert, aber nur 21 Fälle (8,5 Prozent) aufgeklärt worden.
„Diese miserable Aufklärungsquote lädt fast zu Wiederholungstaten ein. Sie verhindert jegliche Abschreckungswirkung, beeinträchtigt das Sicherheitsempfinden der Harburgerinnen und Harburger und schwächt das Vertrauen in unseren Rechtsstaat“, kritisiert André Trepoll, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter aus Süderelbe. Die Zahlen hatte er durch eine parlamentarische Anfrage an den Senat erfragt.
Besonders betroffen seien die Stadtteile Neugraben-Fischbek mit 50 Fällen, Eißendorf mit 47, Harburg mit 39 und Hausbruch mit 38. Auch Einbrüche in Büros mit 84 Fällen, Gaststätten mit 30 und Geschäfte mit 70 näheren sich wieder dem Stand vor der Pandemie an.
„Jeder Diebstahl und jeder Einbruch ist einer zu viel. Insbesondere das Eindringen von Kriminellen in die eigenen vier Wände erschüttert das Sicherheitsempfinden der Betroffenen massiv“, so Trepoll weiter. Besonders kritisch sieht er die Personalsituation bei der Polizei. Im Polizeikommissariat 46 in Harburg seien im Dezember über 30 Dienstposten unbesetzt gewesen.
Die CDU, so Trepoll, fordere deshalb seit Jahren mehr Polizeipräsenz auf den Straßen sowie eine Stärkung von Staatsanwaltschaften und Gerichten für beschleunigte Verfahren, um vor allem überregional agierende Einbrecherbanden härter zu treffen. „In München ist die Kriminalitätsbelastung deutlich geringer und das wollen wir auch für unsere Stadt erreichen. Wir wollen als CDU Hamburg zur sichersten Großstadt in Deutschland machen“, betont Trepoll.
