Diese Harburgerinnen und Harburger ziehen in die Bürgerschaft ein
Harburg/Süderelbe/Hamburg. Alle Stimmen sind ausgezählt und nun steht fest, welcher Harburger Stimmen in der neuen Bürgerschaft vertreten sein werden. Aus den beiden Wahlkreisen im Bezirk sind dies Sören Schumacher (SPD), Birgit Stöver (CDU) und Xenija Melnik (Die Linke.), im Wahlkreis Süderelbe haben Matthias Czech (SPD), André Trepoll (CDU) und Dr. Gudrun Schittek (Grüne) die Mandate gewonnen. „Meine Schwerpunkte sind eine gute und gerechte Gesundheitsversorgung für alle sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, gerade in den Randbezirken", sagt sie. Auch Matthias Czech freut sich über den Ausgang: „Ich freue mich, dass die Wählerinnen und Wähler mir wieder das Vertrauen geben haben. Und das quer durch den Wahlkreis – nicht nur in meiner Heimat Eißendorf, sondern auch beispielsweise in Neugraben-Fischbek. Das zeigt, dass wir gute Arbeit gemacht haben."
Für Birgit Stöver ist es nunmehr das fünfte Mal, dass sie in die Bürgerschaft einzieht: „Ich werde Harburg nun bereits in der fünften Wahlperiode in Hamburg vertreten und weiterhin aus voller Überzeugung für den südlichen Bezirk - frei nach meinem Motto: Natürlich Harburg! - streiten." Das Engagement des Teams habe sich gelohnt: „Die CDU hat im Wahlkreis Harburg noch einmal deutlich hinzugewonnen, so dass ich nach der SPD mit den zweitmeisten Stimmen Punkten konnte."
Besonderheit im Wahlkreis Süderelbe: André Trepoll hat, obwohl seine CDU bei den Wahlkreisstimmen insgesamt weniger hat als die SPD, deutlich mehr Persönlichkeitsstimmen als Matthias Czech. 27.295 Mal wurde bei ihm das Kreuzchen gesetzt, 21.601 bei Matthias Czech. Das Ergebnis von Trepoll ist auch das höchste Persönlichkeitsstimmenergebnis hamburgweit. Wobei zumindest in Bedacht gezogen werden muss, dass es, da es keinen AfD-Kandidaten im Wahlkreis gab, sich eventuell auch Stimmen von Wählern bei ihm sammeln, die ansonsten einen AfD-Kandidaten gewählt hätten und die so zumindest den konservativen Kandidaten unterstützen wollten. Egal wie ist Trepoll mit seinem Ergebnis zufrieden. „Wahnsinn, das freut mich sehr“, so seine Reaktion. „Fleiß lohnt sich.“
Über die Landeslisten sind weitere Harburgerinnen und Harburger in die Bürgerschaft eingezogen. Bei der SPD sind dies die Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard und die Claudia Loss. Miriam Block zieht für die Grünen ein. „Meine Art, Politik zu machen, ist und bleibt: mit offenem Ohr zuzuhören, an der Seite von diskriminierten Menschen zu stehen und laut sowie engagiert für eine solidarische, klimagerechte Politik einzutreten", verspricht sie.
Die Wahlbeteiligung liegt im Bezirk unter dem Hamburger Durchschnitt (67,7 Prozent) bei 59,8 Prozent.
AfD stärkste Partei in Neuländer Wahllokal
In Neuland, hat es aufgrund der Ankündigung, neue Container in der Wetternstraße aufzustellen, zu einer dramatischen Verschiebung im Vergleich zur vergangenen Wahl gegeben. Die SPD bricht dort um 18,4 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent ein, die CDU gewinnt 10,5 Prozent dazu und erhält 24,8 Prozent. Die AfD schnellt um 8,1 Prozent auf 19,8 Prozent hoch. Im Wahllokal 70302 ist die AfD sogar stärkste Partei.
