„Erinnern heißt Handeln“ – Harburg gedenkt der Opfer von Hanau
Harburg. Rund 320 Menschen haben am Samstagnachmittag in Harburg friedlich der Opfer des rechtsextremen Anschlags von Hanau gedacht. Unter dem Motto „Erinnern heißt Handeln“ zogen die Teilnehmenden vom Harburger Rathausplatz über den Harburger Ring bis zum Museumsplatz an der Knoopstraße. Nach Polizeiangaben verlief die Demonstration vollkommen ruhig und ohne Zwischenfälle. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hatte die Demo angemeldet.
Anlass war der sechste Jahrestag der Tat vom 19. Februar 2020, bei der ein rechtsextremistischer Täter in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Motiven ermordete, bevor er seine Mutter und sich selbst tötete. Bundesweit fanden an diesem Wochenende Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen statt, um an die Opfer zu erinnern und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
In Harburg machten die Demonstrierenden deutlich, dass kein Opfer vergessen werden dürfe. Auf Transparenten forderten sie, die Namen der Ermordeten im Bewusstsein zu halten und sich aktiv für eine offene, vielfältige Gesellschaft einzusetzen. „Erinnern bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – heute und morgen“, hieß es aus dem Kreis der Teilnehmenden.
