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SuedKultur fordert mehr Geld für Kultur - Abstimmung in der Bezirksversammlung

| Niels Kreller | Politik
Die Bezirksversammlung tagt am Dienstag im Harburger Rathaus. Foto: Niels kreller
Die Bezirksversammlung tagt am Dienstag im Harburger Rathaus. Foto: Niels kreller

Harburg. Die Harburger Kulturszene steht unter Druck. So sehen es zumindest die Kulturschaffenden im Bezirk, die sich in der SuedKultur zusammengefunden haben. Auslöser hierfür ist ein Schreiben der Bezirksversammlung Harburg vom Februar, aus dem hervorgehe, dass die weitere Förderung laufender Projekte künftig nicht gesichert sei. Seitdem wachse die Verunsicherung unter Trägern und Initiativen; viele wüssten nicht, wie es mit ihren Angeboten weitergehen soll.

Um die Lage zu klären, hat SuedKultur in den vergangenen Wochen Gespräche mit den kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprechern aller demokratischen Fraktionen geführt. Ziel sei es gewesen, eine gemeinsame politische Linie für die Stadtteilkultur zu entwickeln. Das Ergebnis liegt in Form eines fraktionsübergreifenden Antrags von Linken, Grünen, SPD, CDU, FDP und Volt vor. Er soll während der kommenden Sitzung der Bezirksversammlung am Dienstag, 28. April, beraten und möglichst beschlossen werden.

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Der Antrag sieht vor, die Mittel für die Stadtteilkultur im Doppelhaushalt 2027/28 deutlich aufzustocken. Konkret fordern die Fraktionen eine Erhöhung der Rahmenzuweisung um mindestens 450.000 Euro jährlich. Damit sollen die vom Bezirksamt angemeldeten strukturellen Mehrbedarfe gedeckt werden. Eine Zustimmung in der Bezirksversammlung, so SuedKultur, sei wahrscheinlich.

Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Selbst wenn der Antrag beschlossen wird, hat er lediglich einen empfehlenden Charakter. Die endgültige Entscheidung liegt beim Hamburger Senat. In welchem Umfang und ob überhaupt zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, ist daher ungewiss.

Trotzdem zeigt sich Jan Schröder, Sprecher der SuedKultur, zuversichtlich über die Wirkung des Antrags: „Es ist ein wichtiges Signal, dass sich im Bezirk Harburg alle demokratischen Fraktionen hinter die Stadtteilkultur stellen.“  Schröder weist darauf hin, dass Harburg im hamburgweiten Vergleich bislang die geringsten Mittel für Stadtteilkultur erhalte. „Wir benötigen feste und verlässliche Förderungen der soziokulturellen Initiativen im Bezirk“, so Schröder.

SuedKultur ruft deshalb dazu auf, die Sitzung der Bezirksversammlung am 28. April aktiv zu begleiten. Interessierte treffen sich um 17.15 Uhr vor dem Harburger Rathaus, um gemeinsam an der Sitzung ab 17:30 Uhr teilzunehmen und Präsenz zu zeigen.

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