Tarifkonflikt: Warnstreik bei Schokoladenhersteller Wilhelm Reuss in Winsen
Winsen/. In der norddeutschen Süßwarenindustrie spitzt sich der Tarifkonflikt weiter zu, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie hat für Dienstag, 21. Juli, zu einem 24-stündigen Warnstreik beim Schokoladenhersteller Wilhelm Reuss in Winsen aufgerufen.
Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Branche. Nach Angaben der NGG wächst der Unmut unter den Beschäftigten über den bisherigen Verlauf der Gespräche.
„Die Beschäftigten sind richtig sauer auf die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber am Verhandlungstisch", erklärte der Geschäftsführer der NGG-Region Lüneburg, Steffen Lübbert. „Statt ein akzeptables Angebot vorzulegen, setzen die Arbeitgeber auf eine unverschämte ‚Geiz-ist-Geil-Mentalität‘ und haben in der letzten Verhandlungsrunde lediglich ein unverschämtes Magerangebot vorgelegt.“
Mit dem Warnstreik wolle man den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sollte es weiterhin keine Einigung geben, seien auch weitere Arbeitsniederlegungen möglich. Dies könne sich langfristig auf die Produktion auswirken, warnte die Gewerkschaft.
Die Beschäftigten aus Winsen wollen sich am Dienstag an einer zentralen Streikkundgebung in Lüneburg beteiligen. Diese beginnt um 9.30 Uhr. Erwartet werden rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 20 Betrieben der Branche.
