Liegestühle am alten Veritas Beach – Junge Union wirbt für Beachclub-Petition
Harburg. Mit einem Pop-up-Beachclub-Infostand am Binnenhafen (Ecke Theodor-Yorck-Straße/Veritaskai) hat die Junge Union Harburg am vergangenen Sonntag für ihre Online-Petition „Beachclub jetzt!" geworben. Die Petition fordert eine zügige, pächterfreundliche Neuausschreibung der Beachclub-Fläche am Treidelweg. Der Stand lag gegenüber der früheren Veritas-Beach-Fläche, die seit 2015 wegen eines nicht realisierten Hotelprojekts brachliegt.
Die seit Ende Juni laufende Petition hat nach JU-Angaben mehr als 300 Unterschriften gesammelt und zeigt parteiübergreifende Zustimmung. Initiator ist der CDU-Bezirksabgeordnete Thore Bliefernicht (stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Harburg). „Der Zuspruch am Infostand hat uns gezeigt, dass der Wunsch nach einem Beachclub im Binnenhafen die Harburgerinnen und Harburger über Parteigrenzen hinweg eint. Über 300 Unterschriften sind ein starkes Signal an den Senat, jetzt zügig eine neue Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Wir bleiben dran und werben weiter, bis am Treidelweg wieder Sand unter den Füßen liegt."
Einen Beach Club im Harburger Binnenhafen möchte auch die SPD. „Dass sich viele Harburgerinnen und Harburger einen Beachclub am Treidelweg wünschen, ist unstrittig. Wir teilen diesen Wunsch ausdrücklich", so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Natalia Sahling. Die SPD-Fraktion setze sich seit Jahren mit konkreten Anträgen und Initiativen dafür ein, dass der Standort endlich wiederbelebt wird und die Ausschreibung zügig erfolgt.
Sahling hat aber an von der Jungen Union gewähten Form einiges auszusetzen: „Petitionen durch einen gewählten Mandatsträger sehen wir allerdings nicht als das entscheidende politische Instrument. Wer ein Mandat hat, kann und sollte seine Ziele vor allem über parlamentarische Anträge und Beschlüsse in der Bezirksversammlung voranbringen." Genau das habe man als SPD wiederholt getan. Das sieht Bliefernicht anders: „Der politische Wille für einen Beachclub ist in Harburg eindeutig – Anträge dazu werden regelmäßig mit großer Mehrheit beschlossen." Nur gehört werde das nördlich der Elbe, wo die Entscheidung getroffen würden, offenbar nicht. „Genau deshalb braucht es jetzt zusätzlich die Petition: damit sichtbar wird, wie breit der Rückhalt in Harburg wirklich ist – und die Idee nicht in der Versenkung verschwindet."
„Jetzt kommt es darauf an, dass nach Behebung der baulichen Probleme endlich eine Vergabe erfolgt", so Sahling. Hierzu brauche es aber auch einen potenziellen Betreiber. Ein neues Interessenbekundungsverfahren befindet sich laut Bezirksamt weiterhin in Abstimmung zwischen LIG und Bezirksamt; ein fester Zeitplan fehlt.
Die Petition ist unter www.change.org/p/beachclub-jetzt zu finden.
