Auftakt-Niederlage für die Hamburg Towers in letzter Sekunde
Wilhelmsburg/Bonn. Die Hamburg Towers haben sich lange gegen zahlreiche Widrigkeiten gewehr und verloren trotz einer Führung fünf Sekunden vor Spielende das erste Viertelfinale bei den Telekom Baskets Bonn mit 100:98 (17:23, 41:42, 67:66, 91:91) nach Verlängerung. Direkt vor dem Tipoff bekamen zunächst zwei entscheidende Personalien der Telekom Baskets Bonn, MVP Parker „PJC“ Jackson-Cartwright und Trainer des Jahres Tuomas Iisalo, ihre Hauptrunden-Awards überreicht. Doch die Erfolge der regulären Saison zählen in den Playoffs bekanntlich nichts.
Und während sich die 6.000 Fans im ausverkauften Dome auf dem Hardtberg noch mit pinken Handtüchern in der Schlager-erprobten „Helikopter-Formation“ übten, wirbelten auf dem Parkett nun auch die Hamburg Towers mit. Immer wieder legte das Team von Pedro Calles vor und ging zur Pausensirene mit einem leichten Vorsprung in die Kabine.
Nach einem spannenden hin und her brach dann die Schlussminute der regulären Spielzeit an. Nachdem Maik Kotsar einen Freiwurf verpasste, glich Hawkins 13,5 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Dreier über den Esten aus – und weil der letzte Versuch der Hamburg Towers zu spät erfolgte, ging es in die Verlängerung.
Mit jeweils einem Korbleger checkten beide Teams in die Overtime ein, dann kassierte Maik Kotsar ein Foul und Bonn brachte sich an der Freiwurflinie in Führung. Bei den Towers waren die schwindenden Kräfte offensichtlich, statt einem erneuten Führungswechsel folgten drei Ballverluste in Serie, ein weiterer Dreier genügte Bonn, um auf vier Punkte wegzuziehen. Es blieben 90 Sekunden, um der Partie eine entscheidende Wendung zu geben – in 85 davon brachten sich die Hamburg Towers wieder mit einem Zähler in Front, die letzten fünf genügten den Telekom Baskets Bonn, um das erste Viertelfinale für sich zu entscheiden.