Paletten-Service Hamburg arbeitet ab Januar klimaneutral
Harburg. Ein Schritt zur Rettung des Klimas ist nun die Paletten-Service Hamburg AG aus dem Harburger Binnenhafen gegangen: Ab dem kommenden Jahr werden alle Paletten klimaneutral angeboten.
Dahin zu kommen hat mehr als zehn Monate gedauert, in denen Maxime Mönke, die das Projekt leitet, den CO2-Fußabdruck auf Unternehmens- und Produktebene an den drei Standorten Hamburg, Wismar und Poznań in Polen berechnet und ausgewertet hat. 16.718 Tonnen CO2 hat sie festgestellt, verursachte das Familienunternehmen im vergangenen Jahr.
Daniel Stadach, Vorstand der Paletten-Service Hamburg AG, erklärt: „Paletten sind einfache, aber wichtige Produkte, weil sie in großer Zahl in fast allen Branchen eingesetzt werden. Wir wollten jetzt etwas tun und nicht auf Gesetze oder Förderungen warten. Mit unserem neuen klimaneutralen Angebot leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Das ist ein sehr gutes Gefühl, das wir gern an unsere Kunden weitergeben.“
Alles wurde aus den Prüfstand gestellt: jeder Arbeitsschritt, jedes Brett und jeder Nagel wurden auf ihren CO2-Fußabdruck hin untersucht – von Einkauf und Produktion über Verwaltung und Vertrieb bis hin zum Kunden. Das Ergebnis zeigt: Der größte Emissionsanteil entfällt mit 40 Prozent auf die Produktions- und Verbrauchsmaterialien, der geringste Anteil mit 5 Prozent auf den Stromverbrauch.
Doch nur lokale Abläufe zu optimieren, war für Maxime Mönke zu kurz gedacht: „Weil wir bei der Palettenherstellung schon sehr gut aufgestellt sind, ist unser Hebel hier gering. Zwar setzen wir weiter auf Projekte wie eigenen Solarstrom bis hin zu elektrischen Fuhrparks und Fahrrädern für Mitarbeitende, aber das ist uns mit Blick auf die Tausenden Tonnen Treibhausgase nicht genug.“
Als Ausgleich für die verbleibende CO2-Emmission unterstützt Paletten Service Hamburg nun zwei international anerkannte Klimaschutzprojekte in Indien. Mehr als 18.000 Tonnen CO2 sparen die Projekte mithilfe von Solarenergie und sauberen Kochöfen vor Ort ein.
Maxime Mönke freut sich darüber, dass das Familienunternehmen die Verantwortung für diese beiden Projekte übernommen hat: „Mit unserer Investition in Photovoltaikanlagen bei Surel in Indien erzeugt die Stadt weniger Strom aus fossilen Brennstoffen. Außerdem finanzieren wir saubere Kochöfen für Privatpersonen in Maharashtra, die offene Feuer im Haus ersetzen und auch das Gesundheitsrisiko gerade für Frauen und Kinder senken. Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten können wir helfen, nachweislich Treibhausgase einzusparen und die nachhaltige Entwicklung in den Projektländern zu fördern.“
