Ausstellung „Harburg – Iran“: Jendrik Helle zeigt neue Arbeiten
Harburg-Heimfeld. Der Künstler Jendrik Helle eröffnet am Samstag, 2. Mai, um 19 Uhr die Ausstellung „Harburg – Iran“ im "Alles wird schön" in der Friedrich-Naumann-Straße 27 in Heimfeld. Die Ausstellung ist bis zum 23. Mai zu sehen und widmet sich einem zentralen Thema seines langjährigen Schaffens: dem Umgang mit elektronischen Medien und der Wirkung von Bildern.
Helle, der bereits während seiner Schulzeit in Harburg begann, sich künstlerisch mit medialen Bildwelten auseinanderzusetzen, beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit der Frage, wie Menschen auf die tägliche Flut visueller Eindrücke reagieren. In Performances, Videos und insbesondere in Zeichnungen untersucht er, wie Bilder Wahrnehmung und Emotionen prägen.
Ein Schwerpunkt der aktuellen Ausstellung liegt auf Arbeiten auf Papier. Viele der Werke entstehen als Monotypien im sogenannten Aceton-Transferverfahren, bei dem digitale Bildvorlagen manuell auf Papier übertragen und anschließend mit transparenten Aquarellzeichnungen überarbeitet werden.
In jüngster Zeit hat sich Helle verstärkt mit den Bildern aus dem Iran auseinandergesetzt. Fotografien getöteter Demonstranten werden in seinen Arbeiten mit Schriftzeichen überlagert, die unterschiedliche Reaktionen sichtbar machen – von Ablehnung und Verdrängung bis hin zu Anteilnahme. So thematisiert der Künstler, wie Betrachterinnen und Betrachter emotional auf medial vermittelte Gewalt reagieren.
Die Ausstellung „Harburg – Iran“ läuft vom 2. bis 23. Mai. Die Vernissage findet am Eröffnungsabend ab 19 Uhr statt.
