SuedLese-Literaturtage: Ein Lebenszeichen der Kultur
Harburg Stadt & Land. Die Kultur an sich und im Konkreten die Künstler, Kulturschaffenden, Kulturbetriebe und -betreiber und alle, die mit Veranstaltungen zu tun haben, haben in der Zeit von Pandemie und Lockdown besonders gelitten. Da tut es gut, von Kultur und Künstlern ein Lebenzeichen zu hören: Die SuedLese-Literaturtage der Initiative SuedKultur, die vom 1. Juni bis zum 1. Juli 2021 stattfinden.
Und es werden keine Literaturtage „light“. Denn auch Dank der Bundesförderung für die Kultur konnte die SuedLese einen Sprung machen und ausgebaut werden - "Stadt - Land - Harburg" ist das Motto. Und so wird in diesem Jahr die Landesgrenze überschritten – nicht nur im Hamburgischen Bezirk Harburg, sondern auch im niedersächsischen Landkreis Harburg nehmen Kultureinrichtungen – „Orte der Worte“, wie der Veranstalter sie nennt – an der SuedLese teil. Mit dabei sind der Kulturpunkt Moisburg, der Marstall in Winsen, die Empore in Buchholz oder auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg. Aber auch liebgewonnene „Orte der Worte“ aus dem Hamburger Süden wie der Speicher am Kaufhauskanal oder die Wilhelmsburger Deichdiele.
Erstmals findet eine offizielle Kooperation mit der Hamburger Autor* innenvereinigung statt, die in einem Sonderformat einen großen Querschnitt des literarischen Schaffens in und um Hamburg bietet. Es wurde auch eine eigene Literaturwerkstatt <<LitLab>> gegründet als Kooperation der Initiative SuedKultur und dem Fachbereich Poesie der Hamburg Media Schoo. Hier sollen dauerhaft neue Wege und Formen der Darstellung von Literatur erforscht und befördert werden.
Nach so langer Zeit, der die Kulturschaffenden meistens zur Untätigkeit verdammt waren, was Auftritte anging, habe sich viele Ideen angesammelt. „Es ist unglaublich, was sich an Ideen, Kreativität und Engagement aufgestaut hat“, freut sich Projektleiterin Anne Lamsbach über die laufenden Planungen. „
Gut 100 Lesungen, Workshops und Diskussionen erwarten Literaturfreunde den ganzen Juni über. Das zeigt den Hunger nach Kultur bei den Kulturschaffenden und wir hoffen, mit unserem vielfältigen Angebot auch bei den Kulturinteressierten zumindest in Teilen die literarisch-kulturellen Entbehrungen des letzten Jahres ausgleichen zu können!“
Das Literaturangebot im Rahmen der SuedLese reicht von Kinderlesungen über Poesie, Prosa, Sachbuch, Kabarett, Krimi bis zu szenischer Lesung. Mit dabei sind lokale Matadoren wie Ute Holst oder Sonja Alphonso der Harburger Schreibwerkstatt von „Alles wird schön e.V.“ und der wiederbelebte „Club der lebenden Dichter“ aus Wilhelmsburg. Auch literarische Größen wie die vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Kirsten Boie, der Preisträger des Blauen Löwen, Jens Böttcher, der Hamburger Literaturpreisträger aus Harburg, Benjamin Maack, sind bei der diesjährigen SuedLese vertreten und nicht zuletzt bereichern die Kabarettisten Kerim Pamuk, Lutz von Rosenberg-Lipinsky und Johannes Kirchberg mit ihren szenischen Lesungen den Literatursommer im Hamburger Süden und dem Landkreis Harburg in Niedersachsen.
Das Programm wird gerade fertiggestellt und wird dann als Programmheft gedruckt. Aktuelle Informationen gibt es online auf: www.suedlese.de.