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Harburgerin aus Ostberlin erhält Schweizer Autobiographie-Award

| Redaktion | Feuilleton
Die Wahlharburgerin Conny Schramm erhielt den 6. Schweizer Autobiographie-Award für ihre Autobiographie „Mein ungebügeltes Leben“. | Foto: ein
Die Wahlharburgerin Conny Schramm erhielt den 6. Schweizer Autobiographie-Award für ihre Autobiographie „Mein ungebügeltes Leben“. | Foto: ein

Harburg/Zürich. Die nichtkommerzielle Autobiographie-Internetplattform meet-my-life.net und das Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) haben an der Universität Zürich im Beisein von viel Prominenz die Auszeichnungen des 6. Schweizer Autobiographie-Award vergeben.

Erstmals hat die Jury eine ganz in Deutschland gelebte Lebensgeschichte mit einem Schweizer Autobiographie-Award ausgezeichnet. Die Memoiren „Mein ungebügeltes Leben“ der Wahlharburgerin Conny Schramm (1965) handeln bis zum Mauerfall in Ostberlin, später im «Westen». Davon über 20 Jahren in Hamburg, aktuell in Harburg, wo sie als Ergotherapeutin arbeitet. Wenn sie nicht ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben unterschiedlicher Genres, von Autobiografischem über christliche Literatur bis zu heiteren Reiseberichten nachgeht: „Wenn ich über die Dinge, die ich erlebe, schreibe, kann ich sie viel besser verarbeiten.“

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In Ihrer fein geschriebenen Autobiographie schildert sie ihre Jugendjahre «hinter der Mauer» und ihre zunehmenden Interessenkonflikte zwischen dem in der Schule vermittelten sozialistischen Gedankengut und ihrem christlichen Glauben, durch den Sie Diskriminierungen und Schikanen ausgesetzt war. Z.B. wurde ihr trotz guter Noten der Zugang zum Abitur verwehrt.

Sie wird zunehmend zur Regimegegnerin; an Flucht dachte sie jedoch, im Gegensatz zu ihrem Jugendfreund, nicht. Die Stasi-Propaganda wirkte zweifach. Einerseits, glaubte sie ihr, dass es im Westen nicht besser sei, andererseits ließ es der rigorose Grenzschutz als nicht ratsam erscheinen. 

Als wichtiges Zeitdokument schildert sie die Monate vor dem Mauerfall in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989: «Im Mai 1989 konnte das erste Mal bei den Kommunalwahlen Wahlbetrug nachgewiesen werden. Der Wahlbetrug war der „fehlende Tropfen“, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Die ganze nun auch preisgekrönte Lebensgeschichte kann im öffentlichen Lesebereich von www.meet-my-life.net on-line gelesen und auch on-line kommentiert werden. Dort kann jedermann seine eigene Lebensgeschichte aufschreiben und so der Nachwelt hinterlassen. Jährlich wird der mit Fr. 2'000.- dotierte Autobiographie-Award für eine der publizierten Lebensgeschichten vergeben. Die Betreiber von meet-my-life.net wünschen sich noch viele Lebensgeschichten aus Deutschland! Wer seine eigene Lebensgeschichte aufschreiben und auf Wunsch publizieren will, wendet sich am besten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

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