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Kulturfestival der Superlative: Harburg bekommt vierwöchigen Kultursommer

| Niels Kreller | Feuilleton
Beim Harburger Kultursommer sollen vor allem auch die coronagebeutelten lokalen Künstler wie hier Marius Westernhagen Tribute beim „Fight for Live“-Festival im vergangenen Jahr unterstützt werden. | Foto: Sören Noffz
Beim Harburger Kultursommer sollen vor allem auch die coronagebeutelten lokalen Künstler wie hier Marius Westernhagen Tribute beim „Fight for Live“-Festival im vergangenen Jahr unterstützt werden. | Foto: Sören Noffz

Harburg. Ein Kulturfestival der Superlative – das verspricht die Initiative SuedKultur für den Kultursommer in Harburg. Kinder- über Familienangeboten, Tanz, Theater, Literatur, Kabarett, Kino, Kunst und Klassik bis hin zu Rock – kein Wunsch soll offenbleiben. Vier Wochen lang. Und das alles vorwiegend mit Hamburger und vor allem Harburger Künstlerinnen und Künstlern.

„Wir werden so ziemlich alles mobilisieren, was südlich der Elbe das Wort kreativ kennt und auch Dinge auf die Bühne bringen, für die Harburger*innen sonst weite Wege in Kauf nehmen mussten. Das Schmanckerl obendrauf: das alles wird bezahlbar bleiben“, verspricht Heimo Rademaker, Sprecher von SuedKultur und Chef des Live-Musik-Clubs Marias Ballroom im Phoenix Viertel. Es gehe diesmal mal nicht um Geld im Sinne von Eintritten.

„Was wir aber andenken, ist ein Obolus zu nehmen, um die nötigen Hygienemaßnahmen samt Distanzen gewähren zu können. Eine Aufgabe für sich“, so Heimo Rademaker, der bei aller Veranstaltungserfahrung in der Dimension komplettes Neuland betritt. „Na und? Es wird Zeit, dass wir alle wieder in Übung kommen und mit der SuedKultur Music-Night oder gerade erst den SuedLese-Literaturtagen ist unsere Initiative belastbarer als man denkt. Wird auch mal Zeit, dies unter Beweis zu stellen.“

Möglich wird dieses Event durch die Initiative von Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda, der im Mai Freuen sich auf den Harburger Kultursommer: SuedKultur-Aktive Carsten Lüzmann, Werner Pfeifer, Armin Grambert-Martens, Sprecher Heimo Rademaker, Matts Wollny, Jürgen Havlik, André Jobst und Sabine Rudolph (v.l.). | Foto: eineine Ausschreibung für den Hamburger Kultursommer als Unterstützung für die coronagebeutelten Künstler und Eventbranche startete. Dort hat sich die SuedKultur mit Erfolg um finanzielle Unterstützung beworben. „Bei der Ausschreibung und der Kürze der Zeit war schnell klar: entweder zerreiben wir uns im Kleinklein und stehen uns regelrecht selbst im Wege oder wir halten zusammen, planen ein großes Ganzes und jede und jeder bringt seinen Teil ein, um ein großes kulturelles Feuerwerk zu entfachen.“ Und so hat man sich schnell für Letzteres entschieden, erläutert Heimo Rademaker die Idee hinter dem Harburger Antrag.

Und so gibt es eine riesige Finanzspritze in einem breit aufgestellten Veranstaltungssektor. „Das klingt erstmal großartig. Aber wenn nun alle einzeln nach Bühnentechnik, Platznutzungen, Veranstaltungslogistik bis hin zu WCs und Security-Kräften anfragen, ist außer selbst gemachtem Stress und Chaos wenig geklärt“, sagt Rademaker. „Und wenn ich auf den Kalender schaue und in vier Wochen die ersten Konzerte, Lesungen und Theaterszenen aufgeführt werden sollen, ist der Stressfaktor ja auch ohnedies hoch genug.“

Also hatten sich die Netzwerker*innen von SuedKultur kurzgeschlossen und einen Plan gemacht, der alle Kräfte mobilisiert aber auch braucht und Kräfte schonend sein soll. Denn ab dem Wochenende vom 8. Juli an wandern große Bühnen in Harburg vier Wochen lang von Platz zu Platz und werden bis um 8. August mehr als 100 Auftritte auf die Bühnen bringen: von acapella, über Klassik bis Hardrock, von Kabarett, Lesung, über Kindertheater bis Klamauk und selbst das 1. Harburger Kunstfest stehen auf dem Programm.

„Kurzum: Wer zu dieser Zeit in Urlaub fährt, verpasst Kultur pur der Superlative!“, so SuedKultur.

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