Klaus Meyer "Der fürsorgliche Oldievadder" ist neuer Rönneburger Schützenkönig
Harburg-Rönneburg. Das Schützen- und Volksfest in Rönneburg war wieder eines der ersten Schützenfeste in Harburg-Stadt und Land. Dabei hatte am Vogelschießen-Sonntag Klaus Meyer das glücklichere Händchen und setzte sich gegen seinen Mitbewerber Steffen Balhorn durch. Er schoss den letzten Teil des hölzernen Rumpfs um 16:55 Uhr mit dem 480. Schuss ab. Zu seinen Adjutanten ernannte er Christian Meyer sen., Christian Meyer jun., Wolfgang Fischer und Christoph Bockelmann.
Der neue König Klaus Meyer ist 75 Jahre jung, von Beruf Rentner. Er ist seit 1962 im Verein. Er leistete ehrenamtliche Vorstandsarbeit von 1970 bis 1992, wovon er 16 Jahre lang als Erster Vorsitzender dem Verein vorstand. Seinen Beinamen "Der fürsorgliche Oldievadder" erhielt er, da er der Oldiegruppe des Vereins vorsteht.
Diese Gruppe besteht jedoch keinesfalls nur aus älteren Mitgliedern, sondern zu einem großen Teil auch aus jüngeren und junggebliebenen Mitgliedern. Mit seiner persönlichen Art und Fürsorge hält er diese Gruppe zusammen und durch verschiedene Unternehmungen bei Laune. Durch sein Königsjahr begleitet ihn seine Frau Elke. Zum König der König wurde Manfred Merten proklamiert. Neuer Jungschützenkönig wurde Jeremy Dissel.
Aber auch weitere Höhepunkte gab es: So konnten gleich drei Spenden für den guten Zweck überreicht werden: Am Freitag gingen 1.450 Euro an die Jugend, am Samstag gab es 500 Euro für die Anschaffung eines Lichtgewehrs und am Sonntag freute sich das DRK-Hospiz über stolze 1.111 Euro. Sogar einen Heiratsantrag im vollen Festsaal gab es: Der ehemalige König Hermann Marquard machte seiner Lebensgefährtin Simone Petermann beim Festessen am Vogelschießen-Sonntag einen Heiratsantrag im vollbesetzen Saal. Simone sagte aus voller Freude "Ja ich will".
Kurios oder Zufall? Bereits eine Woche vorher hatten sich die Schützendamen des Vereins getroffen, um traditionell vor dem eigentlichen Vogelschießen ihre neue Damenkönigin zu ermitteln. Nachdem bereits beim vergangenen Vogelschießen Dina Koch ihre eigene Tochter Stephanie Koch als Damenkönigin ablöste, drehte sich beim aktuellen Wettkampf um die Krone der Spieß, denn nachdem lediglich der Hals und der Kopf vom Holzvogel abgeschossen war, kam Stephanie um die Ecke und holte mit einem gezielten Schuss den Rest von der Stange. Alle staunten und wunderten sich, denn so früh war der Vogel noch nie gefallen. Zu Adjutantinnen ernannte Stephanie Koch ihre Schwester Susanne Koch, sowie Erika Erdmann, die zum Vogelschießen eingetreten ist.
