Damit dies nie wieder geschehe: Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren
Harburg. Am 9. November jährte sich die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938, vor 80 Jahren, brannten die Nazis im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches Synagogen und jüdische Einrichtungen nieder, drangsalierten Menschen jüdischen Glaubens, ermordeten und verhafteten sie. In Harburg geschah dies einen Tag später, am 10. November: Die Leichenhalle auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg ging in hellen Flammen auf, die Tür der Harburger Synagoge in der Eißendorfer Straße wurde gewaltsam aufgebrochen. Am nächsten Tag stand in der Harburger Tageszeitung, dass sich eine empörte Volksmenge spontan zusammengefunden hätte, um ihrer berechtigten Entrüstung über den feigen Anschlag eines Juden auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris drastischen Ausdruck zu verleihen.
Damit dies nie wieder geschehe, veranstaltet die Initiative Gedenken in Harburg seit vielen Jahren am Samstag, 10. November zusammen mit der Bezirksversammlung Harburg eine öffentliche Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestages. Um aufzuklären, um zu erinnern.
Um 17 Uhr geht es am jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg los. Von dort geht es zum Synagogenmahnmal Knoopstraße/Ecke Eißendorfer Straße. Als RdnerInnen werden Klaus Barnick (Initiative Gedenken in Harburg), Birgit Rajski (Vors. Harburger Bezirksversammlung), Anne Arnholz (Pastorin der St. Pauluskirche Harburg) und Sophie Fredenhagen (Bezirksamtsleiterin Harburg) sprechen.
Es gibt noch weitere Veranstaltung der Harburger Gedenktage, die jährlich rund um diesen Gedenktag stattfinden: Das ganze Programm der Gedenktage 2018 ist auf der Webpage der Initiative zu finden.