Heute: Harburg setzt Zeichen für Demokratie und Vielfalt
Harburg-Heimfeld. Am heutigen Sonnabend, den 22. Februar 2025, lädt das "Harburger Bündnis Demokratie und Zusammenleben in Vielfalt" zur Kundgebung "Harburg zusammen für Demokratie und Vielfalt" ein. Wie schon vor einigen Wochen (besser-im-blick berichtete: Mehrere tausend Menschen demonstrieren gegen Hass, Ausgrenzung und die AfD in Harburg) richtet sich der Protest gegen die AfD, die wieder eine Veranstaltung in der benachbarten Friedirch-Ebert-Halle abhalten will. Die Protest-Veranstaltung dagegen beginnt um 15 Uhr am Alten-Postweg-Rondell vor Leichers' Buchhandlung.
"Die AfD hat wie alle Parteien das Privileg, sich zu versammeln. Sie hat aber nicht das Privileg, das ohne Widerspruch zu tun", betont Wolfgang Brandt, Vorsitzender des DGB Harburg, der die Kundgebung eröffnen wird. "Diese Partei verbreitet Hass und Hetze und untergräbt unsere Demokratie. Dagegen protestieren wir und zeigen: Harburgs Gesellschaft steht zusammen und füreinander ein. Nur so können wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen."
Lene Çoban, Leiterin des Interreligiösen Dialogs Harburg, unterstreicht die Bedeutung der Kundgebung: "Die Kundgebung soll ein friedliches und selbstbewusstes Zeichen aussenden. An die Menschen, die tagtäglich von Rassismus und Ausgrenzung betroffen sind: Wir stehen zu Euch. An die Rechtsextremisten der AfD: Euren Spaltungsversuchen stellt sich Harburgs vielfältige Gesellschaft entgegen. An uns alle, die wir erschüttert sind von anti-demokratischen Umwälzungen in der Welt und grausamen Gewalttaten in unserem Land: Gerade jetzt müssen wir zusammenstehen. Es kommt auf uns an."
Die Kundgebung wird von einem vielfältigen Musikprogramm begleitet: Werner Pfeifer präsentiert seinen Harburg-Blues, während Rapper Lasko mit energiegeladenen Rhythmen für Stimmung sorgt. Singer-Songwriter Marlo Großhardt bringt Pop- und Rockklänge ein. Zudem vereinen sich Harburgs Chöre, um gemeinsam den Song "Laut sein" anzustimmen und zum Mitsingen einzuladen – ein symbolischer Akt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Neben den musikalischen Beiträgen sind auch Redebeiträge von Imam Mounib Doukali, Schulsenatorin Ksenija Bekeris, den Schülersprecherinnen des Ebert-Gymnasiums und Pastor Friedrich Degenhardt vorgesehen.
Hinter der Kundgebung steht ein breites gesellschaftliches Bündnis. Neben dem DGB zählen der evangelische Kirchenkreis Harburg, Harburger Moscheegemeinden, Sport- und Schützenvereine, Stadtteilkneipen, das Kulturhaus und die Willkommensinitiative Süderelbe sowie demokratische Fraktionen der Harburger Bezirksversammlung zu den Unterstützern. Bereits am 26. Januar hatte das Bündnis eine Demonstration organisiert, an der 3.500 Menschen vor der St. Paulus-Kirche teilnahmen.
Mit dieser Kundgebung soll erneut ein starkes Zeichen für Demokratie und gegen Ausgrenzung gesetzt werden.
