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Rieckhof: DRK bewirbt sich nicht um Trägerschaft

| Niels Kreller | Politik
Das Harburger DRK wird sich nicht um die TRögerschaft für den Rieckhof bewerben. | Foto: Niels Kreller
Das Harburger DRK wird sich nicht um die TRögerschaft für den Rieckhof bewerben. | Foto: Niels Kreller
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Harburg. Das DRK Harburg will und wird sich nicht am Interessenbekundungsverfahren um ein sogenanntes „Bürgerhaus Harburg“, sprich: Rieckhof Kulturzentrum, beteiligen. Das gab der Verband heute bekannt.

Zuvor war durchgesickert, dass das DRK eine Besichtigung der Räumlichkeiten gemacht hatte. Aber: „Die Überschneidungen im Bereich der sozialen Angebote reichen für das DRK Harburg allerdings nicht aus, um sich für die Teilnahme am IBV zu entscheiden.“ Und dann stellt das DRK klar: „Der Rieckhof steht primär für ein kulturelles Angebot.“

Watschen für Bezirkamt und Grüne

Das ist schon auch ein Watschen für die treibenden Kräfte des Interessenbekundungsverfahren im Bezirksamt - wie Harburgs „Kultur-Dezernentin“ Dr. Anke Jobmann - oder die Harburger Grünen. Die hatten schon von „Räumen zum Abhängen“ und „Wärmestuben“ fantasiert.

Das nun ausgerechnet der größte soziale Träger des Bezirkes deutlich macht, dass dies nicht Aufgabe des Rieckhofs ist, dürfte hier nicht schmecken. Vielmehr macht das DRK ein tolles Angebot für die Zukunft des Hauses: „Bei Anfragen eines potenziellen neuen Trägers steht das DRK als Kooperationspartner für die Bereiche Soziales, Beratung und Vielfalt gerne zur Verfügung.“

Zudem wäre die Bewerbung des DRK von Beginn an auch mit einem faden Beigeschmack behaftet gewesen. Denn im Präsidium des DRK Harburg ist die kulturpolitische Sprecherin der Bezirksfraktion der Grünen, Heinke Ehlers, Beisitzerin. Und die hatte sich von Beginn an für eine Neuausschreibung des Trägers stark gemacht.

Bisher bekannt ist, dass sich die Elbe-Werkstätten bewerben wollen. Sie betreiben jetzt schon die Gastronomie im Rieckhof und haben bei ihrer Bewerbung die Unterstützung des jetzigen Trägers, der sich deshalb nicht selbst bewerben möchte (besser-im-blick berichtete: Hammerwendung in der „Causa Rieckhof“: Elbe-Werkstätten bewerben sich – Im Einvernehmen mit jetzigem Träger).

Meine Meinung: Kulturvolle Absage an die brachiale Politik von Bezirksamt und Grünen

Kommentar. So wie es aussieht, scheint es ein sehr übersichtliches Bewerberfeld zu werden, das sich um die Trägerschaft bewerben wird. Vielleicht wollen die potentiellen Bewerber bei dem falschen Spiel von Bezirksamt und Grünen schlicht nicht mitmachen.

Wahrscheinlich ruft bei vielen die Art und Weise, mit der die Akteure in der Harburger Kultur rumgeholzt und jetzt schon verbrannte Erde hinterlassen haben, Abscheu hervor. Und eine (heimliche) Solidarisierung mit dem jetzigen Träger.

Ihnen dürfte aber auch klar sein, dass sie die nächsten Opfer dieser unzivilisierten Politik sein könnten. Wenn man dieser nicht Einhalt gebietet. Und deutlich macht, dass man bei „Fressen und Gefressen werden“ nicht mitmacht.

Die Ablehnung dieser brachialen Vorgehensweise ist zivilisiert und überaus kulturvoll.

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