Ökumenisches Abendgebet in Ramelsloh während der Hamburger Ansgarwoche

Im Rahmen der Hamburger Ansgarwoche findet ein Abendgebet in der Sixtus-und-Sinnitius-Kirche in Ramelsloh statt | Foto: Gemeinde Seevetal - Gemeinde Seevetal, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30980312

Seevetal-Ramelsloh. Am Dienstag, 1. Februar, findet – nach zweijähriger Pause – ein Abendgebet in der Sixtus-und-Sinnitius-Kirche in Ramelsloh statt. Der ökumenische Gottesdienst ab 19:30 Uhr wird unter anderem von Regionalbischof Dr. Stephan Schaede aus Lüneburg, Pfarrer Stefan Langer aus Harburg, Pfarrer Dr. Matthias Balz (Guter Hirt, Winsen und St. Ansgar, Hittfeld) und Pastor Hans-Georg Wieberneit aus Ramelsloh gestaltet. Musikalisch tragen Emma Ingenlath, Sopran und Preisträgerin des Harburger Rotary-Jugendpreises, und Reinhard Gräler, Organist und Kirchenkreiskantor, zum Gottesdienst bei.

Der Kirchengründer St. Ansgar wird als erster Bischof von Hamburg und Bremen seit mehr als 40 Jahren von der katholischen Kirche in der Hansestadt mit einer Festwoche geehrt. In Ramelsloh hatte er zur Mitte des 9. Jahrhunderts ein Kloster gegründet, das den Grundstein für den Ort und die Kirche in Ramelsloh bildet. Seit mehreren Jahren ist die Ramelsloher Gemeinde daher fester Bestandteil der Hamburger St.-Ansgar-Woche, die ökumenisch gefeiert wird.

Ansgar hat zu jedem Psalm ein Gebet verfasst. In der Predigt von Regionalbischof Schaede wird das Gemeinschaftsstiftende und das Brechen des Brotes im Zentrum stehen. Mit Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy, Georg Friedrich Händel und Jacques-Nicolas Lemmens gestaltet die Harburger Sopranistin Emma Ingenlath den musikalischen Teil des Gottesdienstes gemeinsam mit Organist Reinhard Gräler.

Stephan Schaede, der während seines Studiums eineinhalb Jahre in Rom an einer Jesuiten-Universität verbracht hat, hat eine hohe Affinität zur Ökumene trotz der Unterschiede zwischen den beiden christlichen Kirchen. Der Heilige Ansgar beeindruckt den Regionalbischof: „Trotz seiner einfachen Herkunft hat er als prägende Figur norddeutsche Kirchengeschichte geschrieben. Sehr sympathisch ist auch, dass er sich gegen den Sklavenhandel ausgesprochen hat. Zwar gibt es in der Geschichtsforschung Kontroversen über seine Berufung zum Erzbischof. Gesichert scheint aber, dass er durch seine Flucht vor den Dänen mit den Reliquien von Sixtus und Sinnitius in Ramelsloh gestrandet ist. Ich freue mich auf den ökumenischen Gottesdienst an diesem Ort, der durch St. Ansgar kurz zum zentralen Schauplatz der norddeutschen Kirchengeschichte geworden ist.“