Zwei Neue im Vorstand des Shanty-Chors „De Tampentrekker“
Wilhelmsburg. Nach eineinhalb Jahren hat der Harburger Shantychor „De Tampentrekker“ seine längst fällige Generalversammlung in seinem Vereinslokal der Wilhelm-Carstens-Gedächtnis-Stiftung in Wilhelmsburg nachgeholt. Der langjährige Erste Vorsitzende Lothar Überall stellte in seiner Rückschau fest, dass der Chor die Pandemie einigermaßen gut „abgewettert“ hat. Zwar fehlten Auftritte und Übungsabende, aber die Mitglieder hielten zusammen und trafen sich häufig wenigstens „digital“ bei Videokonferenzen.
Unter Corona-Bedingungen wurde auch einige Male in einer Tennishalle geprobt, sodass im laufenden Jahr zwölf Abende „Inas Nacht“ vor dem Fenster des Schellfischpostens und vier größere Auftritte in Monheim, Nienburg/Weser, Kutenholz und Schuppen 52 in (fast) alter Frische und Vitalität absolviert wurden.
Der Statistiker und Ehrenvorsitzende Rudfried Villwock vermeldete, dass dem Chor 44 Mitglieder (davon zwei passive) angehören. Der Altersdurchschnitt beträgt 69 Jahre, wobei die Spanne von 46 Jahren (Schlagzeuger Daniel Bohn aus Stelle) bis 90 Jahre (Rudfried Villwock aus Lurup) reicht. Kurios mag erscheinen, dass lediglich 19 Mitglieder auf Hamburger Gebiet wohnen, 23 hingegen in Niedersachsen.
Mit einem Schmunzeln merkte das Gründungsmitglied an, man müsse wohl über eine Umbenennung des Chors nachdenken. Einigkeit bestand darin, dass der Chor durchaus noch für einige (jüngere) Mitglieder aufnahmefähig ist. Auch ein Akkordeonist als Unterstützung für Chorleiter Tim Hußmann würde natürlich mit offenen Armen empfangen.
Nach dem Bericht des Kassenwarts und der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Die folgende Wahl der Ämter zeigte, dass nicht ein einziger Hamburger in den Vorstand gewählt wurde. Vorsitzender bleibt Lothar Überall (Harsefeld). Stellvertreter und Kassenwart sind Andreas Trost (Buchholz) und Manfred Schröter (Stelle). Für die beiden zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Rainer Breckmann und Jörn Jünemann wurden Friedhelm Martens (Stelle) als Schriftwart und Wilfried Oberrath (Barsbüttel) als Requisiteur gewählt. Der Vorsitzende überreichte den beiden Ausgeschiedenen den Tampentrekker-Anstecker „Für besondere Verdienste“ und einen guten Tropfen.
In der abschließenden Diskussion wurde ein Probenwochenende ins Auge gefasst mit den Schwerpunkten Gesangliche Ausbildung und Choreografie. Es wurden einige Satzungsänderungen angeregt, um deren Umsetzung sich der neue Vorstand kümmern wird. Einige „dicke Fische“ an Auftritten sind schon im Netz, jedoch wegen der weiterhin herrschenden Pandemie noch nicht „in der Pfanne“.