Mehr als 500 Fans aus Buchholz und Umgebung begeistert vom Truck-Stop-Konzert in Buchholz
Buchholz. Eine "Schöne Bescherung" (Motto der Weihnachtstour) bereiteten die Cowboys, die ihre Platten einst in einem Studio in Maschen aufnahmen, ihren Fans am Mittwochabend in der Buchholzer Empore. Mehr als 500 Zuschauer aus Buchholz und Umgebung, aber auch aus Harburg, Winsen, Hanstedt und von weiterher bedankten sich nach dem mehr als zweistündigen Konzert und zwei Zugaben mit viel Applaus bei den sechs Musikern von Truck Stop. Und sie schlossen dabei die drei "Neuen" in der Band ausdrücklich mit ein.
Das musikalische „Sixpack“ besteht heute aus dem in Hanstedt aufgewachsenen Andreas Cisek aus Hamburg (Leadgesang, Gitarre), Chris Kaufmann aus der Nähe von Bozen (Lead-Gitarre), Tim Reese aus Kiel (Fiddle, Gitarre, Banjo, Mandoline) sowie den schon legendären Musikern Wolfgang „Teddy“ Ibing (Schlagzeug) aus Jesteburg, Uwe Lost aus Tangstedt (Bass, Gesang, Akkordeon) und Knut Bewersdorff aus Jesteburg (Gesang, Pedal Steel, Dobro, Gitarre).
Als besondere Leckerbissen hatte Truck Stop schon vor Monaten einige ihrer legendären Titel neu aufgenommen - wie beispielsweise „Take It Easy, altes Haus“, „Der wilde, wilde Westen“, „Arizona“ und „Ich möcht' so gern Dave Dudley hör'n“. Und wie nicht anders zu erwarten, gehörten diese nach wie vor beliebten Oldie-Songs zu den Höhepunkten des Konzerts in der Empore. Die Fans bedankten sich mit viel Applaus bei ihren Idolen und einige von ihnen nutzten die Chance, sich 15 Minuten nach Konzertende Autogramme geben zu lassen.
Unter den Zuschauern war auch der Vater von Sänger und Gitarrist Andreas Cisek. Karl-Heinz Cisek aus Hanstedt, der inzwischen 90 Jahre alt ist, genoss das Programm von Truck Stop und war sichtlich stolz auf seinen Sohn. Der Senior war 40 Jahre lang der Schneider der James-Last-Band, die von Mitte der 1960er-Jahre bis zum Jahr 2015 zu den gefragtesten Orchestern der Welt gehörte und unzählige Tourneen und Konzerte miterlebte.
Dabei gab es auch ein Wiedersehen von Karl "Kalle" Schult aus Harburg mit den Truck-Stop-Oldies. Der 82-jährige Handwerksmeister mit Sanitärbetrieb im Harburger Stadtteil Rönneburg hatte die Band anlässlich seines 60. Geburtstags seinerzeit zu einem Privatkonzert engagiert. In den 1980er-Jahren gehörte Bassist Uwe Lost zum Team einer Harburger Fußball-Auswahl, die auf dem HTB-Sportplatz Jahnhöhe gegen Prominenten-Mannschaften spielte, in denen auch Günter Netzer, Uwe Seeler, Wolfgang Overath, Otto und Krimi-Regisseur Jürgen Roland an der Seitenlinie mit Mikrofon mitwirkten.
Das Konzert in der Buchholzer bot außer den bekannten Titeln auch einige Specials in Erinnerung an die inzwischen verstorbenen lanjährigen Cowboy-Musiker Cisco Berndt aus Maschen und Lucius Reichling. Die Band begleitete ihre Ex-Kollegen mit deren Originalstimmen bei den Titeln "Ich schenk Dir einen Schneemann" und "Der Weihnachtsmann kommt heute". Das berührte Publikum und die Musiker auf der Bühne gleichermaßen.
Während die Band die Titel vor der Pause im Sitzen im Unplugged-Stil vortrugen, wurde die Bühne zum zweiten Konzertteil umgebaut - und so fiel die "zweite Halbzeit" auch etwas lauter und rockiger aus. In den vorderen Reihen sang ein Zuschauer sogar so laut mit, dass Bassist Uwe Lost ihn freundlich um etwas weniger Lautstärke bat. "Wir hier auf der Bühne hören sonst manchmal unsere Stimmen nicht mehr."