Vorerst Verboten: Naziaufmarsch am 1. Mai in Harburg
Harburg/Hamburg. „Für Rechtsextremisten gilt unabhängig von #Corona: #AbstandHalten zu #Hamburg! Rechte Demo am 1. Mai in #Harburg auch in reduzierter Variante und damit endgültig durch die Versammlungsbehörde untersagt.“ Dieser Tweet am Freitagabend auf dem Twitter-Account von Hamburgs Innensenator Andy Grote verkündet: Die von Nazis um Christian Worch und Thomas Wulff geplante Demo am 1. Mai in Harburg, die mittlerweile wegen des coronabedingten Abstandsgebotes als eine stationären Kundgebung am ZOB umgeplant worden war, wird untersagt.
Dabei hatten die Nazis noch versucht, ihre Kundgebung trotz Corona-Einschränkungen durchzuführen. So hatten sie von einer Demo auf eine Kundgebung am ZOB in Harburg umgeschwenkt und auch die angemeldete Größe der Demo von 3-400 auf 25 Teilnehmer reduziert, damit ein Abstand von 1,5 Metern zur nächsten Person eingehalten werden könne. Die Versammlungsbehörde überzeugte dies nicht. Ob das Verbot Bestand haben wird, dürfte vor Gericht geklärt werden.
Die Gegenaktivitäten zur Nazidemo, die vom „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ und dem „Harburger Bündnis Einig gegen Rechts“ sowie Parteien, Gewerkschaften, Gruppen und Vereinen dürften deshalb auch weiter geplant werden. Hier möchte man den Naziaufmarsch am liebsten verhindern, mindestens aber mit Protest ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen. „Ob bei Mahnwachen, im Radio, aus den Fenstern, von den Balkonen, in den sozialen Netzwerken oder auf der Straße“, wie es auf der Website des Hamburger Bündnis heißt. „Ob die Nazis kommen oder nicht, einen Aufmarsch oder eine Kundgebung genehmigt bekommen oder nicht - zeigen wir kreativ und demonstrativ unsere antifaschistische Haltung - am Tag der internationalen Solidarität.“
Aktuelle Infos gibt es auf www.keine-stimme-den-nazis.org.