Leon Hausmann gewinnt Bronze bei Mehrkampf DM in Lage
Hausbruch-Neugraben. Der 14-jährige Leon Hausmann von der HNT Hamburg hat bei seiner ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften die Bronzemedaille in der Altersklassse U16 gewonnen. Fünf Disziplinen müssen beim Blockmehrkampf Sprint/Sprung absolviert werden. Erst dann steht der Sieger fest. Beim Vergleich der besten deutschen Nachwuchsathleten im westfälischen Lage glänzte Leon besonders im Weitsprung und erzielte die beste Weite der Konkurrenz von 5,59 Meter.
Nur der spätere Sieger, Eddie Reinholz vom SC Neubrandenburg, kam auf das gleiche Ergebnis. Zwei neue persönliche Bestleistungen stellte Leon, der das Sportprofil der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg besucht, im 100-Meter-Lauf und im 80-Meter-Hürdensprint auf. Die 100 Meter absolvierte er in 12,32 Sekunden und die 80 mMeter Hürden in 12,03 Sekunden. Beim Hochsprung sprang er 1,68 Meter hoch. Die Hochsprunglatte blieb bei 1,71 Meter allerdings nur knapp nicht liegen.
Das Ergebnis bedeutete bei regnerischen Bedingungen aber ein big point gegenüber der Konkurrenz, wie sich später herausstellen sollte. Es zahlte sich im Speerwerfen aus, denn hier lief für Leon nicht viel zusammen und die Speere wollten nicht ins Fliegen kommen. Dennoch warf er das 600 Gramm schwere Gerät auf eine Weite von 31,78 Meter. Nun hieß es Rechenschieber auspacken und Daumen drücken, dass ihn die Konkurrenten punktemäßig nicht überholen würden. Alle hinter ihm Platzierten warfen deutlich weiter. Dann das Endergebnis: Bronze. Mit nur 20 Punkten Rückstand auf Platz 2 und 18 Punkten vor Platz 4, ein denkbar knappes Resultat.
„Wären es drei Meter weniger gewesen, hätte Leon den dritten Platz verloren“, sagt ein glücklicher Trainer Daniel Neidhold, der Leon gemeinsam mit Verbandstrainer Marcus Jung betreut. So hat es gereicht und bei Leon Hausmann und seiner mitgereisten Familie war die Freude riesengroß.
Riesengroß war einen Tag zuvor die Enttäuschung beim Trainerduo und ihrem Schützling Renée Nitsch (W15). Sie erwischte einen rabenschwarzen Tag, an dem einfach nichts zusammen lief. Bei extrem widrigen Bedingungen und mit einer leichten Oberschenkelblessur kam sie auch gedanklich nicht in den Wettkampf. „Es ist wirklich schade, Renée trainiert extrem fleißig und konnte tolle Vorleistungen vorweisen. Wir werden es gemeinsam analysieren, gestärkt aus der Situation herausgehen und wieder angreifen, soviel ist sicher“, gibt sich ihr Trainer kämpferisch.
Am Mittwoch fährt Renée Nitsch auf Einladung des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) respektive des Jugendausschusses zur DM der Männer und Frauen nach Erfurt und wird dort auch mit Bundestrainern Einheiten absolvieren.