Hamburg Towers gewinnen zum dritten Mal den Karls-Cup

Wilhelmsburg/Rostock. Beim Karls-Cup in Rostock haben die Hamburg Towers ihre weiße Weste in der Saisonvorbereitung verteidigt. Nach dem Erfolg gegen Braunschweig (82:70) am Samstag sicherte sich das Team von Pedro Calles mit dem 65:95-Erfolg gegen Gastgeber Rostock am Sonntag bereits zum dritten Mal nach 2016 und 2020 die goldene Erdbeere.

Das Finale im Karls-Cup startete munter, Dreier dominierten zunächst die Ausbeute auf beiden Seiten. Nicht unbedingt ungewöhnlich, denn der Distanzwurf fiel bereits am ersten Turniertag bei beiden Teams gut. Ungewohnt für die meisten Towers-Akteure war dagegen das Spielgerät, denn es wurde nicht mit dem offiziellen BBL-Ball gespielt. Das orange Leder aus der ProA war allerdings nicht der Grund für den frühen Rückstand, Rostock präsentierte sich mit mehr Energie und führte im Anfangsviertel zwischenzeitlich mit neun Punkten.

Mehr Struktur und Übersicht – starke Drives wie die von Jaylon Brown, der 10 seiner 17 Punkte bis zur Pause markierte, und fünf Dreier von Robin Christen – ließen die Towers aber zum zweiten Viertel wieder anschließen und bis zur Halbzeit die Führung übernehmen. „Rostock hat den Ball zunächst gut bewegt und sehr gut getroffen. Wir haben dann ein paar Anpassungen vorgenommen und konnten die Kontrolle übernehmen“, so Head Coach Pedro Calles, der die Partie gegen den Zweitligisten jedoch nicht als Gradmesser betrachtet.

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Nach dem Seitenwechsel spielte sich das Team von Pedro Calles schnell eine komfortable Führung heraus, die nach Dreiern von Jabril Durham und erneut Christen bis auf 26 Zähler anwuchs. Während die Kommentatoren im Livestream bereits von einer sicheren Verteidigung des Turniererfolgs sprachen, startete Rostock mit einem 8:0-Lauf in das Schlussviertel. Doch den Towers gelang es, das Punktepolster wieder über die 20-Punkte-Marke anwachsen zu lassen. Eddy Edigin drückte der Schlussphase seinen Stempel auf und sorgte mit einem Hakenwurf nicht nur für den höchsten Vorsprung des Abends, sondern auch für den Schlusspunkt.

Damit sicherten sich die Hamburg Towers nach 2016 und 2020 bereits zum dritten Mal die goldene Erdbeere, die Co-Kapitän Seth Hinrichs stellvertretend in Empfang nahm. „Wir müssen jetzt weiter an uns arbeiten, unsere Systeme verinnerlichen und als Team zusammenwachsen“, richtet der Head Coach den Blick direkt auf die kommende Trainingswoche.