Stephan Klensang "der Coole" regiert jetzt die Heimfelder Schützen
Harburg-Heimfeld. Er ist jetzt für ein Jahr die „coolste Sau“ am Heimfelder Schützenhimmel: Stephan Klensang schoss sich gestern beim Vogelschießen zum neuen Heimfelder Schützenkönig. Um 16:37 Uhr hatte er Am Sonntag mit dem 588. Schuss den Rumpf des Vogels heruntergeholt. Damit machte er sich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, denn der neue König hat am heutigen Montag auch noch Geburtstag.
Sein Beiname ist „der Coole“. Und wer Stephan Klensang kennt, der weiß: Jetzt geht die Party los!
Denn von jetzt an wird er zusammen mit seiner Frau und Königin Claudia und seinen beiden Adjutanten Bernd Lünsmann und Andreas Werth die Heimfelder Schützen regieren. Und Klensang ist durchaus dafür bekannt, immer für einen guten Spaß zu haben zu sein und Geselligkeit zu schätzen.
Zur neuen Heimfelder Vizekönigin konnte sich Meike Liebing schießen. Ihre Adjutantin ist Sylvia Polley. Jungschützenkönig wurde Leon Hass. Spannend in diesem Jahr: Die Jungschützen hielten bis zur Bekanntgabe dicht und verrieten niemandem, wer es geworden war. Die Adjutanten sind Marvin Klensang und Colin Thomas. Vizekönigin der Jungschützen wurde Jana S. Ihre Adjutantin ist Kira S. Beide sind erst seit drei Wochen im Heimfelder Schützenverein!
Neue „Else“ wurde Gaby Wulf, die den begehrten Elsen-Pokal holte. Beste Schützin und Damenkönigin ist Andrea Schöder. Das Kinderkönigspaar wird von Geschwistern gestellt: Adrian und Jette Dutschmann.
„Der Ewige“ wurde würdevoll Verabschiedet
Vorangegangen war ein tolles und in vielen Punkten auch emotionales Vogelschießen. Nach drei Jahren gab „der Ewige“ König Jens Kabuse die große Kette ab. Doch zuvor bereiteten ihm die Schützen einen großartigen ausklang seiner dreijährigen Amtszeit. Und die Fahnenjunker der Harburger Gilde kamen mit einem ganz besonderes Geschenk. Zum Großen Zapfenstreich kamen sie mit einer Fahne, die zur Familientradition der Kabuses gehört: Der alten Traditionsfahne des Schützenverein Kanzlershof. Diese Fahne wurde zum 60-jährigen
Jubiläum des Vereins 1955 (das 50. hatte man nicht feiern können, da der Verein zu der Zeit von den Nazis verboten war) geweiht.
Und weil man damals kein Geld hatte, eine Traditionsfahne in Auftrag zu geben, nähte Jens Kabuses Oma, Henni Adamek, eine solche in müheseliger Handarbeit innerhalb von zwei Jahren selbst. Und seine Mutter, Edith Kabuse, weihte die Fahne. Seit der Auflösung des Vereins verwahrt die Harburger Schützengilde diese Traditionsfahne und holte sie aus diesem Anlass für einen sichtlich gerührten Jens Kabuse zum Großen Zapfenstreich am Freitag wieder hervor, so dass sie im Zug mitgeführt wurde.
Tradition hat es für die Heimfelder Schützen auch, im Anschluss an den Zapfenstreich ihre Gründungsstätte bei den Drei Kiefern zu besuchen. Redner Enno Stöver erinnerte daran, dass vor rund 130 Jahren der Verein in einer für das Land friedlichen Zeit gegründet wurde. Die Menschen hätten hier Gemeinschaft und soziales Miteinander gesucht, was heute nach den Jahren der Pandemie von vielen wieder nachvollzogen werden könne.
Frank Lünsmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt
Bei den Ehrungen am Sonntag stach eine besonders hervor: Frank Lünsmann, ehemaliger und langjähriger Vorsitzender der Heimfelder Schützen,
wurde für seine langjährigen Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Laudatio hielt der scheidende König Jens Kabuse.
Ein davon vollkommen überwältigter Frank Lünsmann, der – so hatte er sich den Tag vorgestellt – eigentlich gleich im Anschluss an die Ehrungen die Festrede halten wollte, brauchte danach erst einmal eine Auszeit, um sich wieder zu sammeln. Die Heimfelder Schützen und ihre Gäste dankten Lünsmann für seine Arbeit mit Standing Ovations.
Gute angenommen, auch von vielen Besucherinnen und Besuchern und Kindern zum Kinderfest, wurde der Festplatz genutzt. Und so voll mit Buden wie in diesem Jahr war er lange nicht mehr – das kam an.
Die Fotos des Heimfelder Vogelschießen folgen im Laufe der Woche hier.