Flüchtlinge ziehen vorübergehend in die ehemalige Jugendherberge Inzmühlen
Handeloh. Der Landkreis Harburg wird kurzfristig die ehemalige Jugendherberge in Inzmühlen nutzen, um Flüchtlinge unterzubringen. Die Samtgemeinde Tostedt hatte die Jugendherberge bereits für die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine hergerichtet, doch aktuell besteht dafür kein Bedarf, sodass der Landkreis dort nun Flüchtlinge aus anderen Ländern unterbringen kann.
Ab dem 29. Dezember werden dort bis zu 60 Personen untergebracht, betreut von Living Quarter, das auch für die anderen Flüchtlingsunterkünfte im Kreisgebiet zuständig ist. Die Einrichtung wird vorübergehend genutzt, bis andere Containeranlagen zur Verfügung stehen, die derzeit im Bau sind. Unter anderem haben in Stelle-Ashausen bereits die ersten vorbereitenden Erdarbeiten für eine neue Containeranlage begonnen, die auf dem Gelände Gegenhooptwiesen/Bahnhofstraße entstehen wird und Platz für 90 Personen bieten soll. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2023 geplant.
Der Landkreis reagiert mit der neuen Unterbringungsmöglichkeit in Inzmühlen auf den zunehmenden Bedarf an Plätzen für Flüchtlinge, der aufgrund gestiegener Zuweisungen entstanden ist. Aktuell kommen bis zu 40 Flüchtlinge pro Woche in den Landkreis.
Die Unterkunft in Ashausen ist nur eine von mehreren Containeranlagen, die der Landkreis im kommenden Jahr errichten muss, um die wachsende Zahl an geflüchteten Menschen unterbringen zu können. In Kürze werden Unterkünfte in Hittfeld und Meckelfeld fertiggestellt. Derzeit befinden sich zudem Unterkünfte in Buchholz (An Boerns Soll und Innungsstraße) sowie in Winsen und der Samtgemeinde Salzhausen im Aufbau. Eine Containeranlage wird außerdem in Tostedt aufgestellt.
