Dr. Florian Schwill ist neuer Direktor des Amtsgerichts Harburg
Harburg. Das Amtsgericht Hamburg-Harburg hat mit Dr. Florian Schwill einen neuen Direktor. Der 49-Jährige, der bislang als Vorsitzender der Pressekammer des Landgerichts Hamburg tätig war, hat von Anna Gallina, Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz, seine Ernennungsurkunde erhalten.
Dr. Florian Schwill, geboren 1974 in Celle, ist seit 2004 im höheren Justizdienst der Freien und Hansestadt Hamburg tätig. Seine berufliche Laufbahn begann er als Richter in einer Zivilkammer am Landgericht. Im Jahr 2005 wechselte er zum Amtsgericht Hamburg-Barmbek, wo er den Vorsitz einer Strafabteilung übernahm. Nach einem weiteren Einsatz am Landgericht kehrte er 2011 zum Amtsgericht Hamburg-Harburg zurück, wo er bis 2016 verschiedene Positionen innehatte, darunter den Vorsitz einer Zivilabteilung sowie zeitweise einer Zwangsvollstreckungs- und Betreuungsabteilung.
Von 2016 bis 2017 war er am Hanseatischen Oberlandesgericht abgeordnet, bevor er wieder am Landgericht als stellvertretender Vorsitzender einer Zivilkammer tätig war. Später leitete er in der Justizbehörde in Hamburg das Referat für Verfassungsrecht, Datenschutzrecht und Informationsfreiheitsrecht. Seit 2021 ist Dr. Florian Schwill Vorsitzender der Pressekammer (Zivilkammer 24) am Landgericht. Außer seiner richterlichen Tätigkeit engagiert er sich auch in der Juristenausbildung und ist sowohl in der Ersten als auch in der Zweiten Juristischen Staatsprüfung als Prüfer tätig.
Das Amtsgericht in Hamburg besteht aus sieben Stadtteilgerichten sowie dem Amtsgericht Hamburg, das am Sievekingplatz angesiedelt ist. Das Amtsgericht Hamburg-Harburg beschäftigt etwa 160 Mitarbeiter, darunter knapp 40 Richter. Besondere Zuständigkeiten des Amtsgerichts Hamburg-Harburg umfassen die JVA Hahnöfersand im Bezirk sowie die Vollstreckungsleitung für Jugendstrafen, die von einer Jugendrichterin und einem Jugendrichter wahrgenommen wird. Ein weiterer Jugendrichter des Amtsgerichts Hamburg-Harburg fungiert als Vollzugsleiter für den Jugendarrest.
