Verletzte Touristin von La Palma zurückgeholt: Dank DRK-Flugdienst sicher nach Hause
Santa Cruz, La Palma/Harburg. Rita Z., eine 85-jährige Touristin aus Harburg, erlebte ihre geplante Auszeit auf der kanarischen Insel La Palma anders als erwartet. Statt entspannt in der Sonne zu verweilen, fand sie sich mit einem schmerzhaften Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus von Santa Cruz wieder. Doch dank ihrer Mitgliedschaft beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) konnte sie einen kostenfreien Heimflug mit dem DRK-Flugdienst in Anspruch nehmen.
"Beim Blumengießen im Garten bin ich umgeknickt", erzählt Rita Z. "Nach der OP war schnell klar, dass eine weitere Behandlung nötig wird und ich nur liegend transportiert werden kann. Da kam die große Frage auf, wie ich denn wieder runterkomme von der Insel?"
In Deutschland war ihr Sohn Lars aktiv: "Unsere jährliche DRK-Mitgliedskarte war ein paar Tage zuvor im Briefkasten gewesen. Ich habe die Kontaktnummer angerufen und nach einer Rückholung durch den DRK-Flugdienst gefragt. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Zum Glück hat meine Mutter eine Patientenverfügung abgeschlossen, so dass ich tätig werden konnte. Das hat alles sehr vereinfacht."
Von der Operation bis zum Heimflug vergingen insgesamt sieben Tage. Rita Z. wurde nicht mit einem gewöhnlichen Linienflug, sondern in einem Ambulanz-Jet zurückgebracht. Solche Flüge von den Kanaren nach Deutschland können durchschnittlich 45.000 Euro kosten.
Eine Zwischenlandung in Frankreich war nötig, da ein weiterer Patient an Bord kam. Danach ging es weiter nach Hannover. "Insgesamt viereinhalb Stunden war ich festgeschnallt auf einer Trage, das war ganz schön ungemütlich. Aber ich bin hart im Nehmen", beschreibt die Dame. Es folgten mehrere Wochen in einem Krankenhaus in Hamburg, inzwischen ist sie wieder zu Hause: "Ich laufe an Krücken, es wird jeden Tag besser."
Die Mitgliedschaft beim DRK Harburg, dessen lokale Arbeit Rita Z. durch ihre Beiträge unterstützt, hat in diesem Fall alles möglich gemacht: "Ich bin wirklich dankbar, dass es so gelaufen ist. Man hat mich von A bis Z schnell, sicher und kompetent betreut", lächelt sie.
Das DRK-Harburg bietet Mitgliedern, deren Ehepartnern sowie Kindern eine Rückholung aus dem Ausland an, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Zuständig für die weltweiten Transporte erkrankter oder verletzter Personen ist der DRK-Flugdienst mit Sitz in Düsseldorf. Der 24/7-Service gilt auch für DRK-Ehrenamtliche. Fast 70 Prozent aller DRK-Verbände in Deutschland sind an den Flugdienst angeschlossen.
Harald Halpick, DRK-Vorstand Hamburg-Harburg, äußerte sich zu dem Fall: "Es freut uns, dass einem unserer Mitglieder auf diese Weise geholfen werden konnte. Die professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen DRK-Teams für diese Patientin zeigt einmal mehr, wie stark unser Netzwerk ist."
