Neue Veranstaltungsreihe: Vierter „Plattdeutscher Mühlenschnack“ im Mühlenmuseum Moisburg
Moisburg. Beim „Plattdeutschen Mühlenschnack“ am Freitag, 27. Juli, von 15 bis 17 Uhr, im Mühlenmuseum Moisburg wird es literarisch: Erstmals gibt es eine plattdeutsche Lesung. Dr. Heinz Harms und Walter Marquardt lesen „Uns Herrgott sien Daglöhner“ von Johann Dietrich Bellmann. Prof. Dr. Rolf Wiese und Heinz Harms moderieren den Nachmittag für alle Interessierten, die gern op platt schnacken möchten. Bis Ende Oktober findet der Mühlenschnack an jedem letzten Freitag im Monat statt. Der Eintritt ist frei.
Bei Kaffee, Tee und Kuchen wird auf Plattdeutsch geklönt. Auch Menschen, die nicht so sicher im Plattdeutschen sind und ihre Kenntnisse auffrischen möchten, sind herzlich willkommen. Die Lesung aus dem Werk des niederdeutschen Autors Johann Dietrich Bellmann (1930 bis 2006) führt die Zuhörer literarisch durch die Region rund um die historische Amtsmühle in Moisburg. In der Kurzgeschichte „Uns Herrgott sien Daglöhner“ wandert der Herrgott um 1880 von Appelbeck über Moisburg nach Nindorf. Auf seinem Weg trifft er den Tagelöhner und Plaggenhauer „Luud’n Alldag“, der seinen Lebensunterhalt mit dem mühsamen Plaggen, dem Abhauen der Heide, bestreitet. Zu der Zeit wurden die Ställe der Heidjer mit Heideplaggen statt mit Einstreu ausgelegt. Die Geschichte gibt damit einen guten Einblick in die Region und die Arbeits- und Lebenswelt vor 130 Jahren.
Der Schriftsteller Johann Dietrich Bellmann ist mit seinen Gedichten, Hörspielen und Theaterstücken einer der führenden Autoren der niederdeutschen Literatur. Er wuchs in Nindorf bei Buxtehude auf, arbeitete als Lehrer, und studierte Theologie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Später arbeitete er als Dozent an der Theologischen Akademie Celle/Hermannsburg.
Plattdeutsch oder Niederdeutsch ist die ursprüngliche Sprache der Region. Aktuell sprechen rund 14 Prozent der Norddeutschen die Regionalsprache, die im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt ist. Das Interesse am Plattdeutschen steigt ständig: Lesewettbewerbe, Schulunterricht und zweisprachige Ortsschilder bringen die Sprache immer mehr in den Alltag zurück. Dazu trugen zwei bekannte Plattdeutsch-Forscher der Region bei: Prof. Dr. Eduard Kück als Verfasser des „Lüneburger Wörterbuchs“ und Prof. Dr. Walther Niekerken (1900 bis 1974) aus dem Rosengarten.
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Ne´e Reeg vun Veranstaltens: Veerte „Plattdüütsch Möhlensnack“ in dat Möhlenmuseum Mosborg
Freedag, 27. Juli, nomiddoogs Klock dree bit Klock fief, de Intritt köst nix
wiedere Terminen jeden letzten Freedag in´n Moond: 31.8., 28.9., 26.10.
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Mosborg. Bi´n Plattdüütsch Möhlensnack an´n Freedag, 27. Juli, nomiddoogs vun Klock dree bit Klock fief, in dat Möhlenmuseum Mosborg warrt dat literaasch. Dr. Heinz Harms un Walter Marquardt leest „Uns Herrgott sien Daglöhner“ vun Johann Dietrich Bellmann. Dr. Heinz Harms un Perf. Dr. Rolf Wiese modereert den Nomiddag för all Lüüd, de giern mol wedder platt snacken wüllt. Bit to´n Enn vun´n Oktober löppt de Möhlensnack an jeden letzten Freedag in´n Moond. De Intritt köst nix.
Bi Kaffe , Tee un Koken warrt plattdüütsch klöönt. Ok Lüüd, de nich so seker mit dat Plattdüütsch sünd un jümehr Sprook wedder opfrischen wüllt, sünd hartlich willkomen. Dat Lesen ut dat Wark vun den nedderdüütschen Schrieversmann Johann Dietrich Bellmann (1930 bit 2006) nimmt de Tohörers literaasch mit dörch de Gegend rundüm de ole Amtsmöhl in Mosborg. In dat Vertellen „Uns Herrgott sien Daglöhner“ wannert de Herrgott üm 1880 vun Appelbeek öber Mosborg no Nindörp to. Op sienen Weg dröppt he den Daglöhner un Plaggenhauer „Luud´n Alldag“, de sien Brot mit dat sure Plaggen, dat Afhauen vun Heid, verdeent. Dotiets wörrn de Heidplaggen in de Veehstallen instreit. Dat Vertellen gifft en goden Indruck vun dat Rebeet un de Welt vun Arbeit un Leven vör 130 Johren.
De Schrieversmann Johann Dietrich Bellmann is mit sien Riemels, Höörspelen un Theoterstücken en vun de ne´eren nedderdüütsch Schrievers vun Bedüden. He is in Nindörp bi Buxthu opwussen, hett Theologie, Germanistik un Theoterwetenschop studeert un as Schoolmeester arbeidt. Noher hett he as Dozent an de „Theologische Akademie Celle/Hermannsburg“ ünnerricht.
Plattdüütsch oder Nedderdüütsch wöör de eerste Sprook in uns Gegend. Aktuell snackt so üm un bi 14 Perzent vun de Noorddüütschen noch Platt. Disse Sprook is estemeert in´n Sinn vun de europääsch Charta för Regionool- un Mindertahlsproken. Man dat Intress an Plattdüütsch warrt egolweg grötter: Leeswettstrieden, Schoolünnericht un Oortsschiller mit plattdüütsch Oortsnooms bringt de Sprook jümmer mihr in´n Alldag torüch. Dor hebbt twee bekannte Plattdüütsch-Forschers ut uns Kant en groden Andeel an: Perf. Dr. Eduard Kück, de dat „Lüneburger Wörterbuch“ opsett hett , un Perf. Dr. Walther Niekerken (1900 bit 1974) ut Rosengoorn.