150 Jahre DRK Harburg - Festakt zum plötzlichen Jubiläum
Harburg. 25 Jahre in nur fünfen – das schafft wohl nur das DRK Harburg. Denn obwohl erst 2014 der 125. Geburtstag gefeiert wurde, stand am Freitag schon der 150. auf der Tagesordnung. „Schuld“ daran haben DRK-Vorstand Harald Krüger und die Historikerin Dr. Andrea Brinckmann. „Ich bleibe ja nicht ewig DRK-Vorstand und hatte Angst, dass Wissen verloren geht“, erklärt Krüger, wie er auf die Idee zu der Chronik kam, die dann die Jubiläumschronik wurde. Und Dr. Andrea Brinckmann, die mit der Chronik beauftragt wurde, stieß bei ihren Recherchen auf eine Meldung der Harburger Anzeigen und Nachrichten (HAN) vom 23. April 1869, in der über die Gründung des „Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger“, dem Vorläufer des heutigen Harburger Roten Kreuzes, berichtet wird.
„Einen 150. Geburtstag lässt man nicht unter den Tisch fallen, auch dann nicht, wenn er überraschend kommt“, meinte Harald Krüger und so fand ein Festakt im Privathotel Lindtner in Heimfeld statt, zu dem nicht nur viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK Harburg kamen, sondern auch Hamburgs 2. Bürgermeisterin Katharina Fegebank, der
Generalsekretär des DRK Christian Reuter und natürlich auch die Chronistin Andrea Brinckmann. Das DRK in Harburg, so Katharina Fegebank, sei eine ehrwürdige Einrichtung, die positiv beleumundet sei. Es sei nah am Menschen und decke mit seiner Arbeit, beispielsweise für Senioren, in Kitas, für Geflüchtete und mit dem Hospiz ein breites Spektrum ab. „Das ist wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Zeit und stärkt die Demokratie“, so Fegebank.
Als wichtige Bereiche des Harburger DRK wurden auch das Kriseninterventionsteam und der Rettungsdienst hervorgehoben. „Wir machen eine wichtige Arbeit, was bei vielen gar nicht bekannt ist“, so Lothar Bergmann, Präsident des Harburger DRK. „Dabei ist das keine Selbstverständlichkeit mehr, aber der lokale Ansatz ist ein wichtiger Kit für die Gesellschaft.“ Auch Christian Reuter lobte die Arbeit des DRK Harburg. „Ich bin froh und dankbar, dass das DRK einen so starken und erfolgreichen Kreisverband hat.
Und den hat es dank Harald Krüger und Lothar Bergmann“, so Reuter. Das DRK Harburg habe immer die Bedürfnisse der Menschen im Blick.
Auch in mehreren Talkrunden während des Festakts wurde diese erfolgreiche Arbeit des DRK Harburg als besonders hervorgehoben. Zu diesem waren auch DRK-Vertreter nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden und sogar Lettland gekommen, mit denen das DRK Harburg einen engen Kontakt pflegt. Für einen würdigen Rahmen sorgte der Harburger Chor Gospeltrain unter Leitung von Peter Schuldt. Auch mit ihm verbindet das Harburger DRK eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit für den guten Zweck.
Die Chronik „150 Jahre Rotes Kreuz Harburg: Vom kleinen "Local-Verein" zur großen "Bürgerinitiative" “ von Andrea Brinkmann ist im HistorikerVerlag erschienen. In der Chronik gebe es viel Harburg-Bezug, was sie noch einmal zusätzlich interessant und spannend mache, so Harald Krüger.