Starpyramide: Gesang, Artistik, Comedy, gute Laune, Legenden und viele Spenden
Heimfeld. Für fast jeden Geschmack war etwas dabei bei der zum 34. Mal duchgeführten Starpyramide am 1. Advent in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle. Das seit der ersten Starpyramide im Jahre 1985 geltende Rezept wirkt immer noch wie zu Beginn der erfolgreichen Benefizveranstaltung - die Mischung aus Gesang, Artistik, Comedy, guter Laune, das Mitwirken von Legenden wie der "Wildecker Herzbuben" und vieler spendenwilliger Zuschauer und Sponsoren. Die von dem Harburger Sänger, Produzenten und Entertainer Peter Sebastian Mitte der 1980er-Jahre ins Leben gerufene Veranstaltung in der Friedrich-Ebert-Halle unterstützt von Anbeginn mit ihren Erlösen das Gemeinnützige Jugendwerk unfallgeschädigter Kinder in der Sportvereinigung Polizei Hamburg von 1920.
Auch diesmal hat Peter Sebastian, der langjährige Erste Vorsitzende des Förderkreises, mithilfe der Künstler und Könner auf der Bühne am ersten Adventssonntag in der Eberthalle für eine ebenso unterhaltsame wie mitreißende Show gesorgt. Das rund vierstündige Programm, inklusive 40 Minuten Pause, war zu keiner Zeit langweilig. Im Gegenteil: Comedy-Star Wolfgang Trepper ließ es ebenso krachen wie Anna-Maria Zimmermann, die DSDS-Teilnehmerin des Jahres 2005) - trotz angeschlagener Stimme, DSDS-Gewinner Prince Damien, „The Best Voice of Whitney Houston“ Ikenna Amaechi, der Avatar aus Metall „Der Sculp“ (Akrobatik, menschliche Skulpturen), LED-Show-Meister Donial Kalex, die Menschmaschine Robotman Oliver Kessler – Künstler des Jahres 2017 (Pantomime,
Stelzentheater, Living Doll) – und der Cartoon-Schnellzeichner Kümmel, der einen Zeichner-Marathon hinlegte und mehr als drei Stunden lang mit dem Stift am Bühnenrand aktiv war.
Die legendären Wildecker Herzbuben präsentierten keineswegs nur „Herzilein“, dem sie ihre ersten Erfolge vor drei Jahrzehnten verdanken, sondern auch Titel, die viele der Zuschauer aus Harburg Stadt und Land ihnen kaum zugetraut hatten. Dazu gehörten zwei Freddy-Titel wie "Junge, komm bald wieder" (Freddy Quinn) und der Queen-Song "I want to break free" von Freddy Mercury. "Herzbube" Wolfgang Schwalm bewies einmal mehr, welch großartiger Trompeter er außerdem ist. "Der hat einen Strahl drauf", lobte ihn dann auch sein Partner Wilfried Gliem.
Aus dem Staunen kaum heraus kam das applaudierfreudige Harburger Publikum auch nicht bei Ikenna Amaechi, die sehr gekonnt einige Titel von Whitney Houston präsentierte und sich dabei als Interpret mit einer Super-Frauenstimme und einer "normalen" Männerstimme entpuppte. Aber nicht nur das hochklassige Bühnenprogramm erfreute die Zuschauer wie Karl-Heinz "Kalle" Bredow aus Marmstorf, sondern auch die Spendenfreudigkeit von Sponsoren wie Albert Darboven, Sparda Bank und Rewe. Zu den Spendern gehörte auch Sören Noffz aus Fleestedt, Fotograf bei besser im Blick und Kettensägenschnitzer, der beim Außenmühlen-Fest auf seiner Schnitzerbühne für in Unfälle verwickelte Hamburger Kinder gesammelt hatte.
Peter Sebastian begrüßte die Zuschauer aus Harburg Stadt und Land in der Eberthalle mit zwei Weihnachtsliedern und führte gekonnt, liebenswert und souverän durch das hochklassige Programm. Nach der Pause ließ er die rote Weihnachtsmütze und das Weihnachtsman-Jackett in der Garderobe und stellte sich in einem hochwertig wirkenden weißen Jackett den Besuchern vor. Dann kam auch der schon zu Beginn erwartete Lieblingstitel "Du schwarzer Zigeuner".
Im Gemeinnützigen Jugendwerk haben sich ehrenamtlich tätige Polizeibeamtinnen und -beamte zusammengefunden. Sie helfen in ihrer Freizeit Kindern, die bei einem Unfall verletzt oder traumatisiert wurden, die körperlichen und seelischen Unfallfolgen zu überwinden und ihre Sicherheit und ihr Selbstvertrauen im Straßenverkehr zurück zu gewinnen. Der Schirmherr der Starpyramide, Hamburgs Innensenator Andy Grote, besuchte das Event mit seiner jungen Frau.
Moderiert wurde auch die 34. Starpyramide unter der Schirmherrschaft des Präses der Hamburger Behörde für Inneres und Sport, Andy Grote, von Peter Sebastian selbst, der zugleich als Botschafter des Gemeinnützigen Jugendwerks unfallgeschädigter Kinder in der Sportvereinigung Polizei Hamburg“ fungiert. Er begrüßte auch den Vizepräsidenten der Hamburger Polizei, Morten Struve. Erstmals seit vielen Jahren war die 1100 Zuschauer fassende Eberthalle nicht ganz ausverkauft