„Ulli“ Börner - Ein Fliegenberger Faslamsoriginal wird 60
Fliegenberg. Hans Ulrich „Ulli“ Börner und der Fliegenberger Faslam. Das gehört zusammen wie… auf Eimer… Sie wissen schon. Am 28. Januar wird das Gesicht des Faslam 60 Jahre alt. Und wenn er dann am Faslamsmontag mit der Schreibmappe unter dem Arm, geölter Stimme und mittig zwischen Faslamsvadder und -mudder zur Bühne schreiten würde, hätte ihm die ganze Faslamsgemeinschaft sicher den roten Teppich ausgebreitet. Denn in diesem Jahr wird nicht nur Börner 60, sondern der Fliegenberger Faslam 140 Jahre alt. Und beide hätten bestimmt gerne vom 5. bis 9. Februar zusammen 200 Jahre gefeiert. Aber Corona hat eben so einiges anders gemacht in diesem Jahr.
Aber immerhin soll der 60. Gefeiert werden – coronakonform versteht sich. Der gelernte Zimmermann, der jetzt in der Schwerlastbranche tätig ist, war einst auch Gründer und Namensgeber der Fly-Hill-Gospelsingers, ist ein „Faslams-Quereinsteiger“. Erst 1998 kam der zweifache Vater zum Faslam und heuerte bei der heute ältesten Wagenbaugruppe des Fliegenberger Faslams an. Da war seine Ehefrau Michellé schon einige Jahre mit dabei.
2006 war dann Börners erster Auftritt als Bühnenredner. „Heute ist das Jahr eins beim Fliegenberger Faslam – ohne Werner. Ich darf mich kurz vorstellen, vorn heiß ich Ulli und hinten Börner“ – so klingen seine zögerlichen ersten Worte noch all denen im Gedächtnis, die mit dabei waren.
Heute klingt das deutlich sicherer: „ . . . Es macht mich stolz hier bei von Deyn, für Euch heut´ Abend da zu sein. Die ersten Worte sind gesagt, das Lampenfieber abgehakt. Die Nervosität hält sich im Rahmen – Guten Abend, herzlich willkommen mal andersrum, ihr Herren und natürlich meine Damen!“ Seine Bühnenauftritte bei Veranstaltungen des Fliegenberger Faslams sind mittlerweile legendär. Und für die Narren am Elbdeich gehört das Dorfurgestein eben zu Fliegenberg - wie die Elbe und der Deich.