Rallycrossfahrer Andreas Steffen aus Buxtehude verletzt
Buxtehude. Das „Magic Weekend“ in Höljes in Schweden gilt als das größte Rallycross-Rennen Europas. Mehr als 45.000 Zuschauer, Live-Musik, Mittsommer-Abende und Fans, die wochenlang in den schwedischen Wäldern campen, um mit dem Rennen zur FIA Rallycross Europa- und Weltmeisterschaft die Ferienzeit zu beginnen. Höljes steht seither für die Rallycross-Party überhaupt.
Der Buxtehuder Andreas Steffen hatte sich inmitten der 100 Teilnehmer viel vorgenommen, hatte er doch zwei Wochen zuvor sein erstes Supercar Finale auf dem Estering gewonnen. Doch bereits das erste Qualifikationsrennen sollte den Verlauf des dritten Rennens zur Europameisterschaft prägen. Im üblichen Gerangel in den ersten Kurven wird Steffen mit seinem 550 PS starken Ford Fiesta ST von der Piste gedreht und der Schwede Tore Kristofferssen knallt nahezu ungebremst in die Seite des Ford Fiesta. Bei dem harten Aufprall wird Steffen kräftig durchgeschüttelt und verletzt sich an der linken Hand. Auch der Fiesta nimmt erheblichen Schaden, sodass nahezu die komplette Front gewechselt werden muss. Während das Team sich dem Fiesta widmet, um das Unmögliche möglich zu machen, begibt sich Steffen in die rennärztliche Behandlung.
Beim 2. Qualifikationsrennen steht der Fiesta am Vorstart, als Steffen mit Verdacht auf eine gebrochene Hand einsteigt. Mit Spritzen wurden die Schmerzen stillgelegt und Steffen gelingt das unglaubliche. Er gewinnt sein erstes Qualifikationsrennen bei den Supercars.
„Die Nacht vor dem zweiten Tag war anstrengend, alle Dopingsicheren Schmerzmittel habe ich gebraucht, um am Sonntag erneut am Start stehen zu können“, erklärt Steffen, der am Rennsonntag in Q3 seine beste Zeit fährt. „Damit waren wir wieder im Rennen“, doch in Q4 verhinderte ein Plattfuß eine weitere Verbesserung,
Das Ergebnis bleibt am Ende zweitrangig: „Mit P18 im dritten Qualifikationsrennen konnte ich zwar zufrieden sein, doch ich war froh auch wieder die Heimreise antreten zu können.“
Am frühen Dienstag morgen gab es dann die erhoffte Entwarnung im Krankenhaus in Buxtehude: „Die Hand ist nicht gebrochen, aber stark geprellt.“ Nun gilt die Aufmerksamkeit erst einmal dem Ford Fiesta, der für die nächsten Einsätze repariert werden muss. Ein geplantes Rennen in Belgien wird wohl ausfallen müssen, doch im September wird Steffen beim 4. Rennen zur FIA Rallycross Europameisterschaft für Supercars wieder am Start stehen. Dann geht es für den Buxtehuder und seinem Team nach Frankreich.