Hamburg Towers zeigen sich gegen EuroLeague-Team AS Monaco kämpferisch
Wilhelmsburg. Zum Abschluss der Saisonvorbereitung unterliegen die Hamburg Towers erwartungsgemäß dem letztjährigen EuroCup-Champion AS Monaco 82:95 (27:25, 49:50, 61:72). Ein leises Raunen ging durch die edel-optics.de Arena in Wilhelmsburg, als Mike James direkt im ersten Angriff seinen neuen Mitspieler per No-Look-Pass bediente und von Beginn an den Esprit europäischen Spitzenbasketballs verströmte. Nicht weniger beeindruckend war jedoch die Intensität, mit der die Hamburg Towers gegen das EuroLeague-Team agierten und sich die Führung eroberten.
Die deutlichen Größenvorteile der Monegassen aufgrund des Fehlens von Maik Kotsar, der mit Migräne nicht eingesetzt werden konnte, kamen dank der starken Dreierquote (47%) der Towers bis zur Halbzeitpause nicht zum Tragen – dafür dominierte das Team aus dem Fürstentum bereits beim Rebound (11:23, am Ende 32:40). Caleb Homesley war mit 12 Punkten zur Pause der einzige Akteur mit zweistelliger Punkteausbeute – am Ende kam der US-Amerikaner auf 15 Zähler. „Ich denke in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass Monaco nach zwei Spielen in Oldenburg etwas müde war. Sie haben uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht ihr wahres Gesicht gezeigt“, so die Einschätzung von Head Coach Pedro Calles.
Nach dem Seitenwechsel steigerten die Gäste die Intensität, zwangen die heimischen Hanseaten zu Fehlern, blieben ihrerseits aber auch nicht gänzlich fehlerfrei. Auf einen leichtfertigen Einwurf des AS Monaco antwortete Lukas Meisner mit einem And-One-Dunk. An der deutlichen Führung der Gäste vor dem letzten Viertel änderte dies jedoch nichts. Auch der Schlussabschnitt zwischen dem EuroCup-Neuling und dem letztjährigen Champion brachte ergebnistechnisch keine Veränderung, zeigte jedoch, dass die Hamburg Towers gewillt sind, sich auch europäischen Schwergewichten nicht kampflos geschlagen zu geben – auch wenn Mike James‘ 22 Punkte an diesem Abend letztendlich doch eine Klasse für sich waren.
„Insgesamt war es ein guter Test für uns gegen einen höherklassigen Gegner. Wir waren in den vergangenen beiden Spielen nicht immer konzentriert genug, das hat mir heute deutlich besser gefallen. Jetzt haben wir noch drei Tage, um uns auf Ludwigsburg vorzubereiten“, so Calles weiter.
Am Samstag startet die Saison der Hamburg Towers mit einem Auswärtsspiel beim letztjährigen Hauptrundenprimus in Ludwigsburg. Tipoff ist um 20.30 Uhr – MagentaSport überträgt live.