Freilichtmuseum am Kiekeberg nominiert für den „Deutschen Tourismuspreis“
Rosengarten-Ehestorf. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf ist nominiert für den „Deutschen Tourismuspreis“ 2021. Die Eine Jury aus Tourismusexperten und Fachjournalisten bewertete die Wettbewerbsbeiträge nach Innovationsgrad, Qualität und Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit. Das Ehestorfer Freilichtmuseum überzeugte die Fachleute mit dem Projekt „Immersion in die Nachkriegszeit: Die ‚Königsberger Straße‘ macht die Aufbruchzeit der BRD für Besucher erlebbar“.
Aus 72 deutschlandweiten Bewerbungen wurden fünf als beispielhaft für den Deutschland-Tourimus ausgewählt. Die Prämierung der ersten drei Plätze erfolgt im Rahmen einer Gala am 19. Oktober, bereits die Nominierung gilt als bundesweite Anerkennung erfolgreicher Projekte.
In der neuen „Königsberger Straße“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg können Besucher die Entwicklungen der Nachkriegszeit mit allen Sinnen erleben – die Präsentation wirkt also immersiv. „Wir freuen uns sehr über die deutschlandweite Anerkennung“, erklärt Museumsdirektor Stefan Zimmermann: „Und wir sehen die Nominierung als Bestätigung unseres ganzheitlichen Ansatzes: Bei uns stehen Besucher im Wohnzimmer aus den 1970ern, sehen eine Ausstellung zur Nachkriegszeit, sprechen mit Vorführenden, die Flüchtlinge darstellen, und erhalten Infos auch digital. Wir begleiten jeden auf der Ebene, auf der er Informationen möchte.“
Mit dem „Deutschen Tourismuspreis“ prämiert der Deutsche Tourismusverband jedes Jahr zukunftsweisende Projekte im Deutschlandtourismus. Eingereicht werden können innovativ, kreativ und professionell umgesetzte Produkte, Kommunikationslösungen oder andere Angebote, die frischen Wind in die deutsche Tourismusbranche bringen und bereits erfolgreich am Markt eingeführt wurden. Der bundesweite Innovationspreis wird seit dem Jahr 2005 verliehen und ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Tourismusbranche.
Die „Königsberger Straße“ besitzt bundesweite Bedeutung: Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis 1979 in der ländlichen Region erforscht und durch den Aufbau von Häusern und einer umfassenden Ausstellung gezeigt. Diese bundesweite Ausstrahlung verdeutlicht auch die Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in Höhe von 3,84 Millionen Euro. Das Museum wählte typische Gebäude mit aussagekräftigen Geschichten aus, die in gleicher Weise für die gesamtdeutsche Entwicklung stehen:
• eine Tankstelle (Eröffnung am 15. September 2019),
• eine Ladenzeile mit sechs Geschäften,
• ein Siedlungsdoppelhaus, (Eröffnung am 24. Juni 2020).
• ein Flüchtlingssiedlungshaus (Translozierung vom 27. bis 31. Januar 2021),
• ein Fertighaus als neuer Bautyp, das Quelle-Haus (Eröffnung am 24. September 2021)