30.000 Haushalte im Hamburger Süden ohne TV und Internet
Harburg. Am Dienstag waren rund 30.000 Haushalte im Hamburger Süden vom Internet und Fernsehen im wahrsten Sinne des Wortes abgeschnitten. Denn um 9:15 Uhr hatte ein Bagger bei einer Baustelle am Harburger Ring eine Hauptversorgungsleitung des Anbieters Vodafone gekappt.
Der Ausfall von Internet und Fernsehen (Vodafone bietet nicht nur Mobilfunk an, sondern seit der Übernahme von Kabel Deutschland auch DSL und TV) erregte auch in den sozialen Medien den Ärger der Betroffenen, die, soweit sie über anderweitige Möglichkeiten verfügten um ins World Wide Web zu gelangen, dort ihrem Frust Ausdruck verliehen.
Besonders die von vielen als schlecht wahrgenommene Informationspolitik von Vodafone sorgte für Wut bei den Betroffenen. Hatten viele am Dienstagmorgen noch die Hoffnung, dass die Störung in wenigen Stunden wieder behoben sei. Im Laufe des Tages aber schwand diese Zuversicht. „auf der offiziellen Seite ist davon die Rede, dass es keinen Termin zur Behebung gibt“, schrieb ein User in der facebook-Gruppe „Du bist ein Harburger wen…“ um 17:24 Uhr.
„Schweinerei hoffe es läuft heute abend wenn die WM Qualifikationspiele im Fußball losgehen“, schrieb ein anderer User und drückte die Hoffnung vieler Fußball-Fans aus, dass die Störung bis zum Highlight des Tages, dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen San Marino, am frühen Abend behoben sei. Dass dies aber nicht der Fall war, dürfte die Laune nicht verbessert haben.
Manche nahmen es aber auch mit Humor und machten das Beste aus der Lage. „Aber so hab ich zumindest mal wieder ein Buch in die Hand genommen“, meinte eine Userin.
Am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr war der Schaden dann behoben und die Haushalte wieder mit der Außenwelt verbunden.