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Den Hamburg Towers geht in Ankara die Intensität verloren

| Redaktion | Life
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Ankara/Wilhelmsburg. Die Veolia Towers Hamburg starteten in Ankara sehr engagiert, haben im Schlussviertel aber erst die Intensität und am Ende dann mit 98:74 deutlich gegen Turk Telekom Ankara verloren. Anthony Polite feiert als Topscorer (16) ein gelungenes Debüt. Fast schon ungewohnt früh, bedingt durch die zweistündige Zeitverschiebung zwischen Deutschland und der türkischen Hauptstadt, flimmerte die EuroCup-Begegnung der Hamburg Towers bei Turk Telekom Ankara in die Wohnzimmer der Towers-Fans. Und die sahen direkt nach dem Tipoff sehr aufmerksam verteidigende Hanseaten, die das überaus heimstarke türkische Team gleich in den ersten drei Angriffen zu ebenso vielen Ballverlusten zwangen.

Die Mannschaft von Benka Barloschky konnte so zwar schnell in Führung gehen, machte aber allgemein deutlich zu wenig aus den sich immer wieder bietenden Möglichkeiten. Ankara nutzte die reihenweise verpassten Chancen, um direkt im Gegenzug per Fastbreak zu punkten. In der nach rund fünf Minuten von den Unparteiischen genommenen Fernseh-Auszeit machte Barloschky seine Unzufriedenheit darüber lautstark deutlich. Seine Schützlinge verstanden die Botschaft, legten, angetrieben von Neuzugang Anthony Polite und einem stark aufspielen Ziga Samar (7 Pkt., 3 Ass., 3 Stl. im 1. Viertel). einen 0:9-Lauf aufs Parkett und brachten sich so erneut in Führung. Da Ankara noch mit einem 5:0-Run antworten konnte, endeten die ersten zehn Minuten Unentschieden.

Zum Start des zweiten Viertels unterstrich Polite mit dem dritten Treffer im dritten Versuch seine bis hierhin sehr starke Premiere. Viel Zeit zur Freude gab es jedoch nicht. Ein abermaliger 5:0-Spurt der Hausherren nötigte Barloschky eine frühe Unterbrechung ab. Erneut kam sein Team nach der Auszeit wiedererstarkt auf das Parkett zurück. Im Gleichschritt ließen nun beide Kontrahenten den Spielstand in der Folge sechs Mal wechseln. Ein trügerischer Schein der Ausgeglichenheit legte sich über das Spielgeschehen, der jedoch mit zwei schmerzhaften Distanztreffern des Teams aus Ankara wich.

Für den Wilhelmsburger Head Coach waren die Fehlerquellen dagegen offensichtlich, denn seinem Team fehlten die defensiven Stopps. Zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit gerieten die Veolia Towers so erstmalig zweistellig in Rückstand. Die bis hierhin schwierigste Phase des Abends konnte die Hanseaten anschließend stoppen, indem sie sich wieder auf ihre Grundprinzipien fokussierten. Mit einem Dreier verkürzte McCullum die Hypothek auf fünf Zähler – doch auch in der Schlussphase vor dem Seitenwechsel hatte Ankara wieder das bessere Ende für sich und kam, begünstigt durch Wilhelmsburger Unachtsamkeiten, noch zu zwei erfolgreichen Abschlüssen.

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Mit Beginn der zweiten Hälfte blieb es zunächst beim Vorsprung Ankaras. Akzente konnten beide Teams erst einmal nur über ihre Offensive setzen. Bei den Veolia Towers übernahm Kendale McCullum, der in den ersten 20 Minuten nur drei Zähler durch die Reuse der Gastgeber befördern konnte. Der Rückstand wuchs trotz der acht McCullum Punkte dennoch bis auf 13 Zähler, weil es in der Defensive nicht gelang, Turk Telekom Ankara am Punkten zu hindern.

Debütant Anthony Polite und ein überaus umsichtiger Ziga Samar näherten die Hypothek immer wieder an die 10-Punkte-Grenze, minutenlang gelang es jedoch nicht, das Minus unter die verschriene magische Marke zu drücken. Davon unterkriegen ließen sich die Wilhelmsburger aber nicht. Mit einem Dreier gelang es Christoph Philipps nach neuneinhalb kräftezehrenden Minuten dann letztendlich doch, auf neun Punkte zu verkürzen. Die Towers waren durchaus tüchtig, das Glück war ihnen aber nicht immer hold – in den letzten Sekunden des dritten Viertels blieben Pfiffe trotz offensichtlicher Fouls leider aus. Entsprechend änderte sich am Spielstand nichts mehr.

Zu Beginn des Schlussviertels hatten die Towers dann gleich mehrfach die Chance, weiter zu verkürzen. Doch während bei den Towers die Würfe, selbst ohne Verteidiger im Fastbreak, nicht fallen wollten, genügten Ankara zwei Offensivsequenzen, um der sich zaghaft anbahnenden Aufholjagd direkt wieder einen Riegel vorzuschieben und auf 15 Zähler davonzuziehen. Im weiteren Verlauf des letzten Abschnitts zeigte Ankara dann genau das, wovor Head Coach Barloschky und auch Kapitän Seth Hinrichs vor der Partie gegen das türkische Topteam gewarnt haben – mit fast an Perfektion grenzender Ausgeglichenheit fand Ankara immer wieder den freien Mann, ehe die Passstafetten in einem freien Dreier oder auch spektakulären Dunk endeten.

Unter dem vorzeitig feststehenden Spielausgang schwand bei den Towers nun die Intensität, die Differenz auf dem Scoreboard wurde überdeutlich. Immerhin krönte Anthony Polite mit seinem zweiten Dreier sein durchaus persönlich starkes Debüt, bei dem er am Ende mit 16 Punkten Topscorer der Towers wurde.

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