Kunstprofil „Kulturelle Welten“ des IKG forscht in der Ausstellung Cindy Sherman „Anti-Fashion“
Harburg-Sinstorf. Im Rahmen des innovativen Kooperationsprojekts Kunstpioniere zwischen Hamburger Schulen und Museen und Ausstellungshäusern setzen sich zurzeit die Schüler des Kunstprofils des Immanuell-Kant-Gymnasiums (IKG) „Kulturelle Welten“ forschend und kreativ mit der zeitgenössischen Kunst der weltweit renommierten Fotokünstlerin Cindy Sherman auseinander. Innerhalb des Programms werden die Jugendlichen zu Kunstreporter, Kunstforscher, Kunstvermittle, Kunstschaffenden und Ausstellungsmacher.
Im Oktober durften vier Schüler beim Aufbau der Ausstellung „Cindy Sherman - ANTI FASHION“ in der Sammlung Falkenberg dabei sein. Dem Quartett wurde beim Besuch in der Aufbauphase eindrücklich klar, dass es einer sehr sorgfältigen Planung bedarf. Die Realisierung einer solchen Ausstellung erfordert die Zusammenarbeit und Koordination verschiedener Experten, darunter Grafiker für Textgestaltung, Architekten zur Schaffung der räumlichen Gestaltung sowie Vermittler, die die Brücke zwischen den Kunstwerken und dem späteren Publikum schlagen.
Bei all dem wird besonderer Wert auf ästhetische Lösungen gelegt, um die Kunstwerke optimal zur Geltung zu bringen. "Der kurze Einblick in die Aufbauphase hat uns auf jeden Fall eindrücklich vor Augen geführt, dass die Vorbereitung einer neuen Kunstausstellung akribische Planung, reibungslose Koordination und die Zusammenarbeit verschiedener Expert*innen erfordert", berichtete eine IKG-Schülerin.
Der Klausurplan vereitelte dem IKG-Quartett zwar, die Pressekonferenz zu besuchen, aber weitere kleine Gruppen aus dem Profil waren bei der Vernissage und einer Kuratorenführung - und am 14. November war nun endlich der gesamte Kurs das erste Mal in der Ausstellung Cindy Sherman „Anti -Fashion“ in der Sammlung Falkenberg. Beeindruckt vom Spiel Shermans mit Rollen, Normen, der Mode und sich selbst, ging es im Anschluss an die Führung und darum, einen ersten individuellen Bezug zu Shermans Kunst und/oder Themen zu finden.
Es wurden Posen nachgestellt, gezeichnet und gedichtet. Die Beurteilung von Marlena Nowoczek (Schülerin des Kunstprofils) und Anke Hoyer (Leitung des Kunstprofils): "Spannend, was Shermans Inszenierungen, die häufig an einem Kipppunkt des „guten Geschmacks“ stehen, im Zeitalter der Selfies und Selbstdarstellung in den sozialen Medien bei den KUNSTPIONIEREN des Profils in Gang setzen!"
