"Aus Spaß": Frau springt im S-Bahnhof auf die Gleise
Heimfeld. Am frühen Sonnabendmorgen, gegen 4:10 Uhr, sprang eine 21-jährige Frau – offenbar ohne Grund – im S-Bahnhof Heimfeld vom Bahnsteig auf die S-Bahngleise. Augenzeugen beobachteten das Geschehen und alarmierten sofort die Rettungskräfte. Die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg habe daraufhin umgehend eine Streckensperrung sowie die Stromabschaltung der Stromschienen an den S-Bahngleisen veranlasst, teilte die Bundespolizei mit.
Nach Angaben der Behörden mussten wegen der Meldung einer "Betriebsgefahr - Person im Gleis" zwei Züge auf dem betroffenen Streckenabschnitt eine Schnellbremsung durchgeführt werden, wobei keine Reisenden zu Schaden kamen. Die Frau verweilte nur kurzzeitig auf den Gleisen, was durch die Auswertung von Überwachungskameras bestätigt wurde. Die Bundespolizei traf rasch am Ort des Geschehens ein und konnte die Betroffene auf dem Bahnsteig antreffen.
Die junge Frau habe gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten angegeben, dass sie aus Spaß vom Bahnsteig auf die S-Bahngleise gesprungen sei. Auf eine Aufklärung über die Gefahren in den Bahngleisen durch die Bundespolizisten habe sie völlig uneinsichtig und unkooperativ reagiert, heißt es Seitens der Bundespolizei.
Als Konsequenz wurde gegen die Frau ein Verfahren eingeleitet und ihr ein Platzverweis für den S-Bahnhof ausgesprochen. Die betroffene S-Bahnstrecke musste für elf Minuten gesperrt werden.
Die Bundespolizei warnte in diesem Zusammenhang eindringlich vor solch einem Verhaltens an Bahnanlagen: "Die Stromschienen führen 1200 Volt Gleichstrom; eine Berührung kann zu tödlichen Verletzungen führen. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von S-Bahnzügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer."
