Nach Unfall: Fahrer lässt PKW einfach auf der Straße stehen und gibt Fersengeld
Harburg/Heimfeld. Die Freiwillige Feuerwehr Eißendorf staunte nicht schlecht, als die am Montagmorgen um 6:45 Uhr zu einem Einsatz wegen eines Fahrzeugbrands am Kiefernberg gerufen wurde: Auf dem Weg zum Einsatzort fand sie mitten auf der normalerweise ruhigen Wohnstraße einen Toyota vor, der die Fahrbahn blockierte. Trotz des Alarms gab es kein Feuer, und vom Fahrer fehlte jede Spur, obwohl der Motor lief. Bei genauerer Betrachtung bemerkten die Feuerwehrleute Rauch am Radkasten, der offenbar durch das Platzen eines Reifens verursacht worden war.
Eine Zeugin hatte zuvor einen lauten Knall gehört und die Feuerwehr verständigt, nachdem sie Rauch gesehen hatte, als sie aus dem Fenster schaute. Sie berichtete den Feuerwehrleuten, dass der Fahrer weggelaufen sei, woraufhin diese die Polizei alarmierten.
Aus einem vermeintlichen Bagatellschaden wurde nun ein Strafverfahren, da der Toyota-Fahrer offenbar einen geparkten VW-Bulli angefahren und danach Fahrerflucht begangen hatte, wobei die Gründe für seine Flucht unklar sind. In der Mittelkonsole des Fahrzeugs fanden die Beamten einen Schlüssel sowie einen Werksausweis eines Hafenunternehmens mit Foto und Namen.
Der Verkehrsunfalldienst sicherte vor Ort Spuren und beschlagnahmte letztlich den Wagen, um den Fahrer mittels Faserspuren auf dem Sitz gerichtsfest ermitteln zu können. Au´ßer den Kosten für den entstandenen Schaden erwartet den Fahrer nun auch eine Anzeige wegen Fahrerflucht. Die Gründe für die Flucht des Fahrers des in Polen zugelassenen Fahrzeugs bleiben vorerst unklar.
