Steller Musikanten: Umjubeltes Konzert mit dem Marinemusikkorps Wilhelmshaven in Stelle
Stelle. Schon seit 30 Jahren gibt es sie nun schon – die Steller Musikanten-Gala. Was mit der Gründung der Steller Musikanten und einem gemeinsamen Konzert mit Elmar Wolf und seinen Egerländern begann, fand jetzt seine prächtige Fortsetzung. Die Steller Musikanten haben zu ihrer traditionellen „Internationalen Steller Musikanten-Gala“ geladen und hatten das Marinemusikkorps aus Wilhelmshaven dazu eingeöaden. Ein beliebtes und bekanntes Format hat dieses Konzert – und doch war in diesem Jahr vieles anders.
Vor ausverkauftem Haus starteten die Steller Musikanten als Gastgeber der Veranstaltung mit ihrem Konzertblock. Sie präsentierten viele neue Titel und schafften es unter der Leitung von Hermann Köhler, einen besonderen musikalischen Bogen mit ihren musikalischen Gästen zu spannen: Gleich zu Beginn: Das Potpourri „Dankeschön Bert Kaempfert“ mit vielen seiner bekannten Titel, die heute Evergreens und ein Stück internationaler Musikgeschichte sind. Irgendwie passte in diesem Jahr alles wunderbar zusammen - Bert Kaempfert selbst hatte einst im Marinemusikkorps auf Sylt gespielt und damit eine besondere Bedeutung für alle Zuschauer und Musiker dieses Abends.
Es folgte ein bunter Mix durch Stilrichtungen und Epochen - und die Steller Musikanten zeigten dabei, wie vielfältig Blasmusik in heutiger Zeit sein kann: Zu „Rock Around The Clock“ tanzten Mitglieder des TSV Stelle. Das Publikum war begeistert und forderte eine Zugabe ein. Bei den Titeln „Weinkeller-Polka“, „Sweet Clarinet“ und anderen zeigten Solisten ihr Können. Bei den Titeln „Hey Jude“ von den Beatles und „An de Eck´steiht`n Jung mit`n Tüdelband“ sangen die Zuschauer kräftig mit.
In der zweiten Hälfte gehörte dann die Bühne dem Marinemusikkorps Wilhelmshaven unter der Leitung von Fregattenkapitän Matthias Prock. Dieser führte mit Charme durch das Programm. Er und seine rund 50 Musiker zogen das Publikum vom ersten Ton des Titels Anchors Aweigh an in ihren Bann. Außer Filmmusiken „Children of Sanchez“ und konzertanten Stücken durfte natürlich auch ein Stück Heimat von der Küste nicht fehlen: „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ war eines der viel umjubelten Stücke der sympathischen Musiker, die eine großartige musikalische Leistung zeigten. Auch und besonders honoriert wurden vom Publikum Solopassagen auf dem Xylophon, dem Flügelhorn und der Trompete.
Zum Finale bildeten beide Orchester ein großes und sehr beeindruckendes Ensemble und zeigten eine weitere Verbindung zueinander. Axel Grandt, der in diesem Konzert bei den Steller Musikanten die Tuba spielte, dirigierte den Titel „Gruß an Kiel“. Er war in früheren Jahren Dirigent der Steller Musikanten, die damals mit ihm alle öffentlichen Auftritte so begannen. „Gruß an Kiel“ war zugleich der Lieblingstitel seiner Großmutter – sicherlich auch deshalb, weil sein Großvater Ende der 1930er-Jahre Leiter des Marinemusikkorps in Wilhelmshaven war.
So schloss sich wieder einmal der Kreis zu einem wirklich runden Konzert Alle Musiker verabschiedeten sich gemeinsam mit dem Titel „Zum Städtel hinaus“ von ihren begeisterten Zuschauern.
