Neue Aufgaben: Pastorin Imke Schwarz verabschiedet sich aus Hittfeld
Hittfeld/Fleestedt. „Ich möchte meine Gaben noch an anderen Orten ausprobieren und neue Schwerpunkte setzen. Aber die Kirchengemeinde Hittfeld bleibt immer ein Stück Heimat für mich“, sagt Pastorin Imke Schwarz. Nach elf Jahren als Gemeindepastorin nimmt sie nun andere Aufgaben an: Sie wird ab Januar 2018 mit einer halben Stelle am Pastoralkolleg in Loccum arbeiten. Mit der anderen halben Stelle ist sie als Plattdeutsch-Beauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannovers tätig.
Die 42-jährige Pastorin geht mit einem weinenden und lachenden Auge: „Die Veränderung stand nach einem Jahrzehnt einfach an“, so Schwarz. Sie wird am Sonntag, 14. Januar 2018, im Gottesdienst ab 15 Uhr in der Christuskirche in Fleestedt mit anschließendem Empfang verabschiedet. Dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen.
Was wird sie vermissen? „Eingebettet zu sein in einem Ort, an dem man Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet. Als Gemeindepastorin ist man nah an den Menschen dran“, sagt die Theologin. In der Kirchengemeinde Hittfeld trat sie ihre erste Pfarrstelle an und das bleibe immer etwas Besonderes: „Hier habe ich gelernt, Pastorin zu sein“, sagt Imke Schwarz. Sie wird im Fleestedter Pfarrhaus mit ihrem Mann Pastor Dr. Norbert Schwarz wohnen bleiben, der Teile ihrer Aufgaben zunächst übernehmen wird.
In Loccum wird sie am Pastoralkolleg Fortbildungen für Pastoren organisieren. Als Plattdeutsch-Beauftragte wird die Pastorin dafür sorgen, dass Plattdeutsch weiter in der Kirche und in Gottesdiensten stattfindet. „Plattdeutsch liegt mir am Herzen. Meine Eltern und Großeltern haben immer Plattdeutsch gesprochen, das ist eine Muttersprache für mich. Hochdeutsch ist eigentlich meine zweite Sprache“, sagt die aus Ostfriesland stammende Pastorin.
Imke Schwarz war nach ihrem Vikariat 2006 mit ihrem Mann nach Seevetal gekommen. Zunächst teilte sich das Pastoren-Ehepaar eine Pfarrstelle und war für Emmelndorf zuständig. 2007 zogen sie gemeinsam ins Fleesteder Pfarrhaus und seit 2013 betreuten sie Fleestedt, Emmelndorf und Hittfeld-Nord auf anderthalb Stellen. „In den ersten Jahren waren wir erst einmal mit den „Basics“ beschäftigt, wie Gottesdiensten, Beerdigungen und der Konfirmandenarbeit. Hittfeld ist eine Gemeinde mit vielen Dörfern, in die Strukturen mussten wir erst hineinkommen. Die Zusammenarbeit hier war schön. Wir konnten uns im Team austauschen und wurden ermutigt, Neues auszuprobieren. Uns lag es am Herzen, Fleestedt und Hittfeld enger zusammenzubringen. Ich denke, dies ist uns gelungen. Wir konnten die Wahrnehmung füreinander stärken, indem wir ortsübergreifend tätig waren.“
Die Pastorin hat viele neue Projekte ins Leben gerufen. „Wir haben den Blockunterricht am Sonnabend für Konfirmanden eingeführt. Und ich habe mit verschiedenen Teams neue Gottesdienst-Projekte entwickelt, wie die Familienkirche oder den Filmgottesdienst.“ Sie organisierte Mutter-Kind-Freizeiten nach Amrum und Pellworm und Pilger-Wochenenden für Frauen. Immer wieder brachte Imke Schwarz interessante Kunst-Ausstellungen in die Hittfelder Mauritiuskirche, wie etwa 2009 die Bilder zum Psalm 139 der Künstler des VHS-Kunstkurses von Christine von Loesch und 2013 die „Tafelbilder - Installationen zum Abendmahl“.
Imke Schwarz blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, bin aber auch dankbar für die Zeit in der Kirchengemeinde Hittfeld.“