Viel los beim 490. Vogelschießen der Harburger Schützengilde
Harburg. So voll wie beim 490. Vogelschießen war es lange nicht mehr beim Spargelessen der Harburger Schützengilde: Rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und natürlich anderer Schützenvereine versammelten sich am Donnerstag zum traditionellen Spargelessen der Gilde im Festzelt auf dem Rathausplatz. Das hat eine optische Aufwertung erhalten: Die Seitenwände - gestiftet von SchlarmannVonGeyso - sind nun nicht mehr kahl, sondern mit großen Fotos aus Harburg verziert. Zu sehen gibt es beispielsweise den Binnenhafen, das Rathaus, den channel-Tower und vieles mehr.
Als Senatsvertreterin und Festrednerin war in diesem Jahr die Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) zu Gast. In ihrer Rede betonte Leonhard die Wichtigkeit der fast 500 Jahre alten Institution für Harburg. Schon damals hätte Herzog Otto nicht nur ein Heer bilden, sondern die leistungsfähigen Bürger zusammenholen wollen, um regelmäßig etwas Gutes für die Entwicklng Harburgs zu tun. „Und das tun Sie inzwischen seit 500 Jahren bei vielen Gelegenheiten wenn es darum geht, etwas für die Harburgerinnen und Harburger etwas für den Bezirk, auf die Beine zu stellen“, lobte Leonhard die Gilde.
Ein Zeichen für die Bedeutung der Gilde sei auch, dass niemandem in ihrem Alter kenne, der nicht eine persönliche Erinnerung seines Aufwachsens mit der Gilde verbinde. Wie das Stehen am Schwarzenbergplatz beim Autoscooter „und die ersten peinlichen Situationen des Aufwachsens“. Damit sorgte sie für Lachen bei den Anwesenden. „Ich sehe, dass teilen Sie, die Erinnerung.“ Außerdem gebe es viele, die die schönsten Abende ihres Lebens auf dem Winterball verbracht hätten. „Und ich weiß von vielen Freunden: Da sind schon Ehen gestiftet worden. Insofern kommt Ihnen auch ein großes Verdienst am Stadtwachstum an sich zu“, stellte Leonhard launig fest.
Und auch in diesem Jahr gab es doch einen Wunsch, den der Senat der Gilde erfüllen wird: Rund 4.600 Krokusse werden im nächsten Jahr die Wiese vor dem Alten Friedhof an der Bremer Straße zieren.
Für neue Töne bei der musikalischen Begleitung sorgten in diesem Jahr auch Alphornbläser aus dem Süden Deutschlands.
Zuvor gab es den traditionellen Ausmarsch der Schützen aus dem Harburger Rathaus. Dort hatte der kommissarische Bezirksamtsleiter Dierk Trispel beim Empfang an den 1. Patron Ingo Mönke und Kommandeur Jörg Geffke symbolisch die Schlüssel zum Rathaus übergeben. Er habe sich zuvor versichern lassen, dass das Rathaus in gutem Zustand wieder zurückgegeben werde, scherzte Trispel dabei. Beim Umzug durch die Stadt gab es dann auch etwas Besonderes: Jerome Geleng, acht Jahre alt, hatte seinen ersten Auftritt beim Spielmannszug der Harburger Turnerschaft. Der wahrscheinlich jüngste Spielmann in Deutschland beim ältesten Spielmannszug der Republik!
Nach dem Spargelessen startete auch wieder die Torwandmeisterschaft der Harburger Fußball-Altherrenauswahl zu Gunsten der Deutschen Muskelschwund-Hilfe. Hier versuchten zahlreiche Gäste ihr Können in Teams und spendeten für die gute Sache.
Bis Sonntag feiert die Gilde nun ihr 490. Vogelschießen auf dem Rathausplatz. Am Freitag findet der Große Zapfenstreich zu Ehren von Gildekönig Sven Kleinschmidt statt. Am Samstag steigt abends die N-JOY-Party im Festzelt und am Sonntag wird dort das erste Spiel der deutschen Elf gegen Mexiko bei der WM gezeigt. Für Abwechslung sorgt in diesem Jahr Ibo von der neuen Harburger Cocktailbar „Die Treppe“. Der Norddeutsche Vizemeister im Cocktailmixen hat für diesen Anlass extra einen Cocktail kreiert: Den Gilde Spezial. besser-im-blick verlost gerade Gutscheine für „Die Treppe“ auf facebook.