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Richtfest für die Wehenterrassen - Bald haben Mütter und ihre Babys noch mehr Komfort im Krankenhaus Winsen

| Life
Überzeugen sich auf der großen Wehenterrasse vom Baufortschritt (v.li.) Torsten Riemer, Technischer Leiter der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, Johannes Klemm, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Winsen, Thorsten Holz. | Foto: ein
Überzeugen sich auf der großen Wehenterrasse vom Baufortschritt (v.li.) Torsten Riemer, Technischer Leiter der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, Johannes Klemm, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Winsen, Thorsten Holz. | Foto: ein

Winsen. Beste Aussichten für Winsens künftige Babys: Nach nur anderthalb Tagen Bauzeit wurde jetzt Richtfest für den Neubau der Geburtsabteilung samt Wehenterrassen im Krankenhaus Winsen gefeiert. Hoch über den Dächern der Stadt sollen künftig die Kinder entbunden werden. Die beiden Kreißsäle gehen voraussichtlich im April kommenden Jahres in Betrieb. Einweihung des gesamten Traktes wird im Sommer sein. Gleich darauf wird die bestehende Geburtsabteilung des Krankenhauses Winsen mit Kreißsaal renoviert, sodass am Ende der Maßnahme drei hoch moderne Kreißsäle zur Verfügung stehen werden.

„Die Geburtszahlen in Winsen steigen jährlich um durchschnittlich sieben Prozent“, erläutert Johannes Klemm, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich 750 Kinder im Krankenhaus Winsen zur Welt kommen. Während in anderen Landkreisen die Geburtskliniken schließen, verzeichnet Winsen einen regelrechten Boom, der vor den Kreisgrenzen nicht Halt macht. Mehr als 30 Prozent der jungen Mütter stammen aus dem Landkreis Lüneburg.

Schon seit 2012 gibt es Pläne, die Geburtsabteilung umzugestalten, erläutert Klemm. Im Jahr 2017 bewilligte der Landkreis einen Zuschuss von einer halben Millionen Euro zu dem Projekt, das insgesamt 700.000 Euro kosten wird. Für die Ausgestaltung der Wehenterrassen sammelt die Bürgerstiftung Winsen Spenden.

Das Bauprojekt umfasst zwei Kreißsäle, eine großräumige Westterrasse, die teilweise überdacht ist und einen Blick über die ganze Stadt bietet, dazu einen weiteren Außenhof. Mütter können auf beiden Wehenterrassen nicht nur vor der Geburt entspannen, sie können ihre Kinder tatsächlich dort entbinden. Denn die Außenbereiche sind direkt mit den Kreißsälen verbunden und vor Blicken geschützt. Außerdem ist auf beiden Wehenterrassen eine CTG-Überwachung der Wehentätigkeit und der Herztöne des Babys möglich. „Ein neuartiges Konzept, das bei den Frauen viel Zuspruch finden wird“, ist Klemm überzeugt.

Dass die Arbeiten so zügig vorangehen, liegt an der Holzrahmenbauweise, erläutert Torsten Riemer, Technischer Leiter der Krankenhäuser Buchholz und Winsen. Das Flachdach des Krankenhauses in der dritten Etage biete ideale Voraussetzungen, um den Neubau zeitsparend und mit wenig Lärmbelastung für den laufenden Krankenhausbetrieb umzusetzen.

Wer die Ausgestaltung der Wehenterrassen unterstützen möchte, kann eine Spende an die Bürgerstiftung Winsen unter dem Stichwort „Wehenterrasse“ überweisen an die Sparkasse Harburg Buxtehude, IBAN DE 80 2075 0000 0090 443680 BIC NOLADE21HAM und an die Hamburger Sparkasse, IBAN DE 87 2005 05501387 1372 66, BIC HASPADEHHXX. Für eine Spendenquittung sollten Name und Adresse auf der Überweisung vermerkt sein.

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